Die Kunsthalle Krems zeigt erstmals in Österreich eine umfassende Ausstellung zu Francis Picabia. Aufgrund seiner Lebensdaten (1879–1953) gehört er noch der klassischen Moderne und insbesondere der Avantgarde um Dada und Marcel Duchamp an. Picabia gilt als großer Erneuerer, Provokateur, Anreger, Lebemann, Querdenker und Grenzgänger der Moderne, der sich als Maler und Poet in die Kunstgeschichte eingeschrieben hat. Kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts weist derart gegensätzliche Facetten und Stilrichtungen in seinem Oeuvre auf: von spätimpressionistischen Werken über Fauvismus, Kubismus, Dadaismus, Rückgriffen auf den Realismus bis hin zu abstrakten Kompositionen.
Die Kunsthalle Krems nimmt die erste Retrospektive des Werkes von Picabia in Österreich zum Anlass, den Ironiefaktor eines ständigen Stilwechsels genauer zu untersuchen und damit auch eine Revision der Moderne anzustellen sowie eine Bewusstmachung zu initiieren, wie aktuell die Kunst von Picabia bis zum heutigen Tag ist. Denn – so die These – seit Beginn der Postmoderne ist die aktuelle Kunst ein Nachkomme der subversiven Gedanken dieses Künstlers.
Aussender / Infos: Mag. Katharina Kober, Leitung Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Tel 02732/90 80 10-175, Mobil 0664/604 99 175, katharina.kober@kunsthalle.at