Infos: www.schreibpaedagogik.com
SCHREIBEN ALS RESSOURCE
Waltraud Lorenz
Von den Merseburger Zaubersprüchen über die Selbstanalyse Sigmund Freuds bis zur autobiografischen Literatur der 68er Generation – zu allen Zeiten hat es Versuche gegeben, durch gestaltende Sprache das Leben zu beeinflussen, Schreiben als eine Form möglicher Heilung einzusetzen, als Befreiung von innerem Druck, als Auslöser von Bewusstseinsprozessen.
In lockerer Atmosphäre erproben wir in diesem Workshop Schreibübungen, die bei inneren und äußeren Alltagskonflikten Klärung und Entlastung bringen können, ohne uns therapeutische Kompetenz anzumaßen.
Der Workshop ist anrechenbar als Fort- bzw. Ausbildung für LebensberaterInnen.
8. / 9. 9. 2012
AUTHENTIZITÄT – EIN BEGRIFF UND EINE ERFAHRUNG
Christa Nebenführ
Im Gegensatz zum Klischee, das zu Kitsch erstarrt, wird von Kunst und Künstlerinnen Authentizität eingefordert. Diese Echtheit im weitesten Sinn vermag soziale und persönliche Prozesse voranzutreiben. Wir wollen einerseits erörtern, was in Bezug auf – literarische – Texte darunter zu verstehen ist und uns andererseits der eigenen Authentizität mit Hilfe von Übungen, die in Texte fließen, zu vergewissern suchen. Die Übungen basieren v. a. auf der Sense Memory des Method Acting, die Lee Strassberg zur Empfindungssensibilisierung von SchauspielerInnen entwickelte.
22. / 23. 9. 2012
LITERATUR UND VIDEO
Erika Kronabitter
Während man Worten ein Lügenpotential zugestand, war man lange davon überzeugt, dass Bilder die Wahrheit transportieren. Bilder galten als unbestechliches Beweismaterial schlechthin (Bilder lügen nicht). Nachdem diverse Bildmanipulationen an die Öffentlichkeit gedrungen waren, begannen diese festen Statements zu kriseln. Je nach Bedarf wurde ein- und dasselbe Kriegsfoto für die eine oder andere kriegsführende Gruppierung zu Propagandazwecken eingesetzt: Der Bildtitel/Untertitel bestimmt die Aussage und lenkt das Denken der Rezipienten.
In unserem interdisziplinären Workshop gehen wir der Frage nach, was die Worte bewirken, wenn sie mit Bildern verbunden werden. Anhand eines mehrminütigen Videos werden die TeilnehmerInnen aufgefordert, einen eigenen Text (Lyrik, Prosa oder Dialog) für dieses Video zu erarbeiten. Mithilfe der TeilnehmerInnen werden die Texte (dialogisch) gesprochen, digital aufgenommen und von der Workshopleiterin mittels Videoschnittprogramm mit dem Videofilm zu einem Kunstwerk verarbeitet. Jede/r TeilnehmerIn erhält von ihrem/seinem Werk eine DVD.
max. 8 TN
5. – 7. 10. 2012
Freitag 17.00 – 21.00, Samstag 10.00 - 12.30 und 15.00 – 17.30, Sonntag 10.00 - 12.30 und 15.00 – 17.30
LYRIK II
Petra Ganglbauer
In dieser Werkstatt, die sich auch für jene Teilnehmenden eignet, die Lyrik 1 nicht absolviert haben, vertiefen wir unsere Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Lyrik.
Vielfältige Verfahrensweisen bieten sich an, um wesentliche Parameter des Schreibens von Gedichten genauer zu beleuchten: Verdichtung und Aussparung, Stille und Lärm, Sprachmelodie, Gestalt und Farbe im Gedicht. Der lyrische Raum. Zeit und Zeitlosigkeit.
13. / 14. 10. 2012
Aussender: Petra Ganglbauer, petra.ganglbauer@chello.at