Wetterfühligkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen. Sei es bei Föhn oder beim Durchgang von Warm- oder Kaltfronten. Sei es in Form von Beschwerden oder Hochstimmung. Sehr interessant dabei sind jene Fälle, wo Personen Wetterfronten oft schon Tage voraus spüren, ohne dass sich die üblichen meteorologischen Parameter ändern würden. Will man nicht an Zauberei glauben, muss eine Wirkung atmosphärischer Längstwellen angenommen werden: Das sind Funkwellen natürlichen Ursprungs, die durch Entladungen an Wetterfronten entstehen. Wobei es neben Gewittern sehr viele stille Entladungen gibt. Diese sogenannten Extreme Low Frequencies (ELF) transportieren die Information über den nahenden Wetterumschwung messbar oft über hunderte Kilometer und beeinflussen damit offenbar physiologische Vorgänge bei Pflanze, Tier und Mensch.
Udo Wid, der aus der Biophysik-Forschung kommt, war jahrelang an einem Projekt beteiligt, das in Zusammenarbeit mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik und dem AKH dieser Frage nachging. Doch vieles dabei ist - trotz internationaler Forschungsprojekte - noch ganz unklar. Z. B. der biologische Wirkungsmechanismus. Hier soll die Mess-Station Ameis ihren Beitrag leisten: Die ELF-Wellen werden mit eine großen Antenne und speziell entwickelten Verstärkern empfangen. Parallel dazu wird (als sensible Messgröße) die Änderungsgeschwindigkeit des Saftflusses in Bäumen oder Weinranken gemessen. Die über Jahre digital aufgezeichneten Daten werden laufend statistisch ausgewertet. Dieses Projekt findet im Rahmen der Kunst statt, weil Udo Wid von der Wichtigkeit interdisziplinären Arbeitens überzeugt ist. Für seine spartenübergreifenden Projekte erhielt er 2009 den ersten dafür vergebenen Würdigungspreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst.
Einladung: Die Initiative KUNST-TRIFFT AMEIS, die von Tassilo Blittersdoff gegründet schon voriges Jahr eine sehr gut besuchte Ausstellungseröffnung organisiert hat, freut sich auch heuer wieder zu einem außergewöhnlichen Ereignis einzuladen: Lassen Sie sich überraschen…
Ort: 2134 Ameis bei Staatz, Trifft südlich vom Ortszentrum
Aussender: Tassilo Blittersdorff, Tel 0676/500 84 95, tassilo.blittersdorff@gmail.at , www.blittersdorff.net