Eine Ausstellung von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich in Kooperation mit dem Kunstraum Niederoesterreich und der Vienna Design Week.
So bekannt uns sein herzerwärmender Ruf aus dem Wald ist, so moralisch zweifelhaft ist sein Ruf als Brutparasit. Als Kuckuck-Syndrom versteht man Formen parasitärer Produktionssysteme, die durch die Vereinnahmung eines Ortes, dem Nest, in diesem Fall der Galerie und deren temporärer Umnützung entstehen. Ein Teil der in der Ausstellung gezeigten Projekte benutzt den Kunstraum Niederoesterreich als autonome Produktionsstätte. Entgegen den üblichen Regeln des Industriedesigns, das sich den produktiven wie ökonomischen Gesetzmäßigkeiten des Markts zumeist unterordnet, entwerfen parasitäre DesignerInnen keine ‚Produkte‘ mehr. Vielmehr schaffen sie Freiräume, in denen der Benutzer selbst produktiv werden kann. Das Parasitäre will uns nicht erziehen oder überzeugen. Es dringt vielmehr unter die Haut des rationalen Denkens und infiziert es mit der Idee des Wandels; mit der Möglichkeit, etwas Starres in Bewegung zu bringen.
Gezeigt und in Betrieb genommen werden Projekte von Pieke Bergmans (NL), Santiago Cirugeda (E), Curro Claret (E), Martí Guixé (E), Mischer’Traxler (A) und Andreas Strauss (A). Kurator: Uli Marchsteiner
Aussender: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abt. Kunst u. Kultur, KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM, Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten, Kontaktperson: Aylin Pittner, Tel 02742/9005 13504, Fax 02742/9005 13910, aylin.pittner-pratscher@noel.gv.at