Frank Gassner präsentiert im Hermann Nitsch Museum einen Auszug seiner Arbeiten und seinen neuen Film Weihrauchrosa, 1. Versuch, für den er sich von Nitschs Wortdichtung anregen ließ. Am Sound dieses Filmes arbeitete er mit Didi Bruckmayr und Sigi Aigner. Es folgt der diesen Juli fertiggestellte Film Boule de suif nach der gleichnamigen Novelle von Guy de Maupassant.
Davor und danach werden eine Auswahl von Visuals mit Live-DJ präsentiert. Der Raum des Auditoriums wird diesmal mit einer Auswahl von Fotos und Sitzmöbeln von Frank Gassner ausgestattet, für deren textilen Bezug Hanna Hollmann die Gestaltung übernimmt. Aus Anlass der Premiere von Weihrauchrosa, 1. Versuch erscheint eine limitierte Mappenedition.
16.00 Visuals und Reisevideos
18.30 Weihrauchrosa, 1. Versuch
19.30 Boule de suif20.10 Visuals mit Live-DJ
Lage um Lage schichtet Frank Gassner in seinen Videos Realfilm auf Animation, Gefundenes auf Selbstgefilmtes, verwirkt und überdeckt, löscht sie. Mit großer Lust und frischer Unbedarftheit nutzt er die Möglichkeiten der digitalen Filmbearbeitung. Das unmittelbar Narrative hat für ihn kaum Bedeutung. Die Geschichten entstehen ohnehin erst im Kopf, wie er meint. Meist sind die Videos in einem festen Rahmen von exakt vierzig Minuten zeitlich begrenzt. Frank Gassner wählt die Themen nach ihren formalen Möglichkeiten. So wird etwa in When I was young der knallbunten Zeichentrickästhetik gehuldigt, in Oktopus dem Gummi- und Materialfetischismus und in Prater der wunderbaren Welt des Neonlichtes. Viele der Arbeiten sind für Clubs als Visuals konzipiert, wurden und werden dort auch regelmäßig gezeigt. Im Vordergrund ist die Jagd nach dem guten Bild, der gelungenen Form. Als Gegenpol steht der Videoblock der Reisevideos. Stundenlang ziehen Städte und Landschaften vorüber, gefilmt vom Rad, Auto oder Schiff. Schlichte Schauvideos, die das Auge und den Geist pflegen.
Frank Gassner, 1973 geboren in Wien, studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Edelbert Köb, Eva Schlegel und Franz Graf. Von 1998 bis 2007 war er der persönliche Assistent von Hermann Nitsch und als solcher bei allen künstlerischen Aktivitäten beteiligt, so leitete er u.a. das 2-Tage-Spiel 2004, führte Regie bei der 122. Aktion am Wiener Burgtheater, setzte die Videoentwürfe von Hermann Nitsch für die Inszenierung an der Oper Zürich, der bayerischen Staatsoper sowie dem Festspielhaus St. Pölten um. Eigene Arbeiten präsentiert er seit 1998 in diversen Ausstellungen und Screenings. Viele seiner Visuals wurden und werden regelmäßig in Clubs in Wien, Berlin, Paris und Lissabon gezeigt. 2006 gründete er den gemeinnützigen Verein WERKIMPULS, der eine selbstverwaltete Werkstatt in Wien Neubau betreibt und eröffnete 2010 die offenen Bücherschränke in Wien dem zwei weitere folgten. www.frankgassner.org
Der Eintritt ist frei. Limitierte Teilnehmerzahl. Ein kostenloser Shuttlebus von Wien nach Mistelbach und retour wird zur Verfügung gestellt. Wir bitten um Ihre Anmeldung unter 01/524 98 03-0 oder office@artphalanx.at
Öffnungszeiten Di-So 10.00 – 17.00 Uhr, (letzter Einlass: 16.15 Uhr), an Feiertagen montags geöffnet. Info: MZM Museumszentrum Mistelbach, 2130 Mistelbach, Waldstr. 44-46, Tel 02572/20 719, Fax 02572/20 719 20, office@mzmistelbach.at , www.mzm.at
Aussender: Gemeinnützige Mistelbacher Museums und Kunst BetriebsgmbH