Es spricht: Alexandra Hennig, Kuratorin, AIR – ARTIST IN RESIDENCE
Eröffnung: Gemeinderat Hans Hornyik
Ein Kooperationsprojekt mit AIR – ARTIST IN RESIDENCE
Ausstellungsdauer: 25. November 2012 – 27. Januar 2013
Hortus Conclusus
Sue Morris studierte in London am Chelsea College of Art und schloss ihr Studium am Royal College of Art mit dem Mastertitel ab; sie lebt seit den 90er Jahren in Irland.
Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Zeichnung und ihren Möglichkeiten innerhalb der zeitgenössischen Kunst. Seit 2008 beschäftigt sie sich mit vier Hauptthemen: The Obsessive Compulsive Drawings (Zwanghafte Zeichnungen), The World of Wonder —10,000 Things Every Child Should Know (Wunderwelt – 10.000 Dinge, die jedes Kind kennen sollte), The Inverted Triangle of Objectivity (Das verkehrte Dreieck der Objektivität) und aktuell Make, Do and Mend (Machen, Tun und Flicken). Gemeinsam ist diesen Projekten die Erforschung des Wirklichen und Imaginierten, des Bekannten und Unbekannten.
Ein aufgeschlagenes antiquarisches ornithologisches Werk, darauf sind ausgestopfte heimische Singvögel und ein Feldstecher platziert. In einer Art erweiterter Bricolage verschmilzt unbelebter Haushaltsabfall mit dem Gartenreich und kollidiert damit. Eine Reihe von Zeichnungen, Montagen, künstlichen Nestern, an unerwarteten Orten des Ausstellungsraums positioniert, werden zusammen mit einer Klanglandschaft aus menschlichem Vogelsang präsentiert. Es wird mit dem ungläubigen Erstaunen des Publikums gespielt.
Bei der Ausstellung Hortus Conclusus im Kunstverein Baden zeigt Sue Morris begriffliche Gegensätze auf, die ein geschlossener Garten, besonders im Rahmen des häusliche Alltags, impliziert. Lebensraum versus Gewohnheit, Veranlagung versus Umwelt, Natur versus Pflege und Angeborenes versus Gefertigtes: Installationen, die die Vorstellungskraft der Betrachtenden zu einem Höhenflug der Phantasie anregen.
Sue Morris: „Ich interessiere mich für die Dualitäten, die ein Garten bietet, also seine Abgeschlossenheit bei gleichzeitiger Öffnung in Richtung Himmel und die Illusion des ,Natürlichen’, welches in seiner zyklischen, flüchtigen Natur eigentlich komplett geplant ist.“ (Dagmar Travner, 2012)
Kunstverein Baden, GALERIE, Beethovengasse 7, 2500 Baden
Tel 0650 47 100 11, c.koenig@a4-team.com , www.kunstvereinbaden.at
Öffnungszeiten:Sa 10.00 bis 12.00, 14.30 bis 18.00, So 14.30 bis 18.00
Aussender: Cornelia König, Tel 0650/47 100 11