Veranstaltungsort: Buchkontor, Kriemhildplatz 1, 1150 Wien
Robert Prosser, Autor und Initiator des Symposiums "Europäischer Frühling", welches im März dieses Jahres im ULNÖ stattfand, war es nach einem befruchtenden und aufschlußreichen Diskurs ein Anliegen, den Kern der Symposiumsbeiträge, gespeist aus Referaten, Gesprächen und Diskussionen, in schriftlicher Form zugänglich zu machen. Den Grundgedanken zum Thema "Europäischer Frühling" bzw. zur begleitenden Publikation umreißt Robert Prosser so:
Da die Fähigkeit und der Wille zur politischen Kritik unter jüngeren AutorInnen einerseits abnehmen, es andrerseits für die Reaktion auf Missstände kaum ein relevantes Forum gibt, will dieses Kompendium eine Plattform intellektuell-literarischer Diskussion ermöglichen. Schreibende aus verschiedenen Teilen Europas, verorten im Angesicht der Proteste von Madrid, Athen, Tel Aviv und London, während Sozialsysteme zerbrechen und mithilfe von Wirtschaftskrisen Ängste geschürt werden, die Möglichkeiten engagierter Literatur.
Ebenso ist zu hinterfragen, wie weit sich Bedingungen, Zugänge und Methoden des literarischen Handelns innerhalb des gemeinsamen europäischen Rahmens unterscheiden, und welche Chancen und Risiken das www beinhaltet nicht nur hinsichtlich der eigenen Textdarstellung in neuen Kanälen und Entfaltungsräumen, sondern auch als Plattform des politischen Diskurses.
Neben einem Impulsreferat des ukrainischen Autors Juri Andruchowytsch finden sich in der Publikation Beiträge von: Barbi Markovi?, Serbien; Michal Hvorecky, Slowakei; Magda Woitzuck, Österreich, Martin Fritz, Österreich, Sophie Reyer, Österreich, Tanja Maljartschuk, Ukraine, Noémi Kiss, Ungarn, Stefan Schmitzer, Österreich, Lorenz Langenegger, Schweiz, Christoph Simon, Schweiz, Anna Weidenholzer, Österreich und Robert Prosser, Österreich.
Aussender / Infos: Wolfgang Kühn, Literaturhaus NÖ, Tel 0664/432 79 73, www.ulnoe.at