Karl Rankl, 1898 in Gaaden geboren, ein Schönberg Schüler, machte eine bemerkenswerte internationale Karriere als Dirigent, Komponist und Direktor mehrerer Opernhäuser u.a. von Covent Garden in London. Nach seinem Tod 1968 wurde er allmählich vergessen. Sein musikalischer Nachlass liegt im Archiv der Grazer Universität für Musik und darstellende Kunst und soll 30 Jahre nach den Mödlinger Schönberg Tagen im Oktober 1982, als Rankel’sche Lieder letztmals erklungen sind, mit dem nunmehrigen Liederabend wieder in das Bewusstsein der Musikwelt gebracht werden.
Die Sopranistin Helena Dearing, am Klavier begleitet von Han-Gyeol Lie - beide Interpretinnen sind an der Wiener Musikuniversität tätig - , wird Lieder von Karl Rankl aus verschiedenen Epochen seines Schaffens darbieten, unter anderem auch Lieder aus seinem Familienkreis, die erstmals öffentlich aufgeführt werden. Einen weiteren Schwerpunkt des Programmes bildet die „Ballad of Jane Grey“ op. 12 von Arnold Schönberg aus 1907 und seine Klavierstücke op. 33a und op. 33b.
Eingeleitet wird das Konzert mit Liedern von Franz Schubert (Der Strom) und Johannes Brahms (Liebestreu, Herbstgefühl); über Arnold Schönberg führt das vielfältige Programm zu seinen Schülern Egon Wellesz (Kirschblütenlieder), Alban Berg (Auswahl aus den „Sieben frühen Liedern“) und Karl Rankl.
Freitag, 7. Dezember 2012, 19 Uhr, im Schönberg Haus Mödling, Bernhardgasse 6
Helena Dearing, Sopran, Han-Gyeol Lie, Klavier
Ilona Gälzer, Moderation zu Karl Rankl. (Auskünfte und Informationen: Tel. 02237-8764).
Aussender: Ilona Gälzer, Tel 02237/87 64, ilona.gaelzer@a1.net