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Veranstaltungen und Festivals

FROST von Thomas Bernhard

Am 14. und 15. Dezember in der Kunsthalle Krems

Diese Inszenierung für die Kunsthalle Krems neu adaptiert, verspricht durch die Nutzung der Ausstellungsräume ein besonderes Theatererlebnis. Die Nestroy-Preisträgerin Sabine Mitterecker erweitert in FROST die Reflexion der Künste über Gattungsgrenzen hinweg. Der Schauspieler Andreas Patton übernimmt die Rolle des Protagonisten in diesem Einpersonenstück. Ein angehender Mediziner, der Famulant, wird von seinem Dozenten beauftragt, dessen Bruder, einen zurückgezogenen, in einem von Kälte und Unwirtlichkeit geprägten Gebirgsdorf lebenden Maler, zu beobachten und regelmäßig über dessen Verfassung Bericht zu erstatten. Der Ich-Erzähler protokolliert die Gedanken und Zustände des Malers Strauch, seine endlosen Gänge durch die Kälte, durch den Schnee. Der LeserInnen / ZuseherInnen werden in seine Annäherung an den Protagonisten hineingezogen, der selbst immer mehr in die Gedanken des Malers eintaucht. Der „ganz unter dem Einfluß des Malers“ stehende Famulant erkennt: „Ich bin nicht mehr ich. Nein, nein, ich bin nicht mehr ich...ich entdeckte mich fortwährend abgehackt durch den Mund dieses Menschen sprechend.“
In seinem 1963 erschienenen Erstlingsroman FROST sind bereits alle zentralen Motive und formale Gegebenheiten die Thomas Bernhard bis ins Spätwerk behandelt, im Kern angelegt. Die Erzählzeiten wechseln sprunghaft, ebenso die Abfolge von direkter und indirekter Rede, der Text lebt nicht von einer sich kontinuierlich entwickelnden Geschichte oder einer zeitlichen Strukturierung. Aufgrund dieser erzähltechnischen Besonderheiten und durch die Setzung des scheiternden Künstlers Strauch als Zentralfigur, lässt sich FROST auch als Reflexion über die Krise der Kunst in der Moderne, über Veränderungen im Werkbegriff („ich bin kein Maler“, hat er heute gesagt, „ich bin höchstens ein Anstreicher gewesen“), über das geänderte Verhältnis der Kunst zur Natur, sowie die schwierige und immer schwieriger werdende gesellschaftliche Verortung der Arbeit des Künstlers, der Künstlerin überhaupt lesen.
Andreas Patton entfaltet Thomas Bernhards Sprachmeisterwerk über Rückzug und Scheitern des Malers Strauch in 75 Minuten an dem Ort, den der Maler letztendlich für sein Scheitern verantwortlich macht: im Museum, als der Institution des von ihm so verhassten Kunstbetriebes. Sprechen über Sprache und Denken über Gedanken sind zentrale Elemente. Einzelne Gedankenfäden ordnen sich nach Mustern zusammen. Dementsprechend präpariert die Inszenierung die einzelnen Gedankenstränge, Stimmen und Gegenstimmen des Romans heraus und setzt sie zu einer Partitur für einen Schauspieler zusammen. Das Sprechen fügt sich in Form einer temporären Installation in die räumliche Situation des Museums ein. Ermöglicht wird dies durch die sensible Tonregie Wolfgang Musils, der Andreas Patton bis in die entlegensten Winkel des Museums hörbar macht und ihn mit seinen Klanginstallationen unterstützt und kontrapunktiert.
nach Sabine Mitterecker

Aussender / Infos: a r t : p h a l a n x, kunst- und kommunikationsagentur, klaus kerstinger, pr und projektmanagement, neubaugasse 25/1/11, 1070 wien, tel 01/5249803-7, fax 01/5249803-4, wachau.kultur@artphalanx.at , www.artphalanx.at

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