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Veranstaltungen und Festivals

Kassiopeia in der Weltbude mit Bettina Balàka und Gerhard Jaschke

Am 16. Dezember, 11.30 Uhr im ULNÖ in Krems/Stein

ULNÖ – Unabhängiges Literaturhaus NÖ, Steiner Landstraße 3, 3504 Krems / Stein

UNKOSTENBEITRAG: 5,-
RESERVIERUNG: www.ulnoe.at bzw. 02732/72 884

Zur schönen Tradition und zum fixen Bestandteil des ULNÖ-Jahresprogramms geworden, bietet die Dezembermatinée dieses Jahres mit Bettina Balàka und Gerhard Jaschke zwei besonders interessante AutorInnen, die mit unterschiedlichem Zugang zur Literatur bestechende Texte vorlegen. Unabhängig von der Wahl der verwendeten Schreib-Mittel, wird erzählt: von Menschen, Beobachtungen, Erfahrungen und Wirrungen des Lebens. Mit renommierten Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, sind sowohl Bettina Balàka als auch Gerhard Jaschke fixe Größen in den Reihen der österreichischen Gegenwartsliteratur, mit Wirkung weit über nationale Grenzen hinaus.
 
Bettina Balàka, geboren in Salzburg und als freie Autorin in Wien lebend, betreibt ihre vielseitige Schreibarbeit in zahlreichen Genres: Gedicht, Erzählung, Roman, Drama, Hörspiel und Essay zählen dazu. Widerborstig, genau, „unvergleichlich scharfsinnig und dabei ironisch“ (NZZ) – so wird ihre Literatur rezipiert. In ihrem jüngsten Roman Kassiopeia (Haymon 2012) richtet sie ihren unbestechlichen Blick voller gediegenen Spotts auf eine traumhaft traumatische Beziehung.
 
Wolfgang erfuhr, dass Judit zwar alle möglichen Listen führte, aber kein Haushaltsbuch. Judit erfuhr, dass Wolfgang die Kunst des Sparens so weit trieb, dass er im Supermarkt nach abgelaufenen und preisreduzierten Lebensmitteln griff. Wolfgang erfuhr, dass Judit die Verschwendung so weit trieb, dass ihr ein abgerissener Knopf genügte, um ein Kleidungsstück zu entsorgen. Dasselbe galt für geschenkte Blumensträuße, die nicht zur Einrichtung passten. [...] Judit erfuhr, dass es sich bei Wolfgangs Rolex um eine gelungene Fälschung aus Thailand handelte und dass er die Begegnung mit Kakerlaken als Bereicherung jeder Reise ansah. [...]. Wolfgang erfuhr, dass Judit eher gestorben wäre, als sich Reste aus einem Restaurant einpacken zu lassen, und Judit erfuhr, dass Wolfgang eher gestorben wäre, als sich von seinen alten Hausschlapfen zu trennen. Wolfgang erfuhr, dass Judit weder Fenster putzte, noch Flusensiebe reinigte oder Wasserkocher entkalkte, da es dafür schließlich ausgebildetes Personal gab. Judit erfuhr, dass Wolfgang eine Klobürste benutzte, die aus der Verlassenschaft seiner Großmutter stammte. [...]

Und in dem Maße, in dem sie einander als soziologische Fallstudien zu betrachten begannen, begann auch der erotische Zauber zu schwinden.
(Aus: Kassiopeia, Haymon 2012)

Gerhard Jaschke
Wo Jaschke draufsteht, ist vieles drin. Notate zum Tage. Kommentare zu Wahlplakaten. Sarkastisches zum Literaturbetrieb. Paragramme, Anagramme, Köpfe, Sche- renschnitte, Seelenschritte. Gedichte, Momentaufnahmen und Erinnerungen an gegangene Freunde, Kollegen. Da sprüht der Formenreichtum, poetischer Zorn, nicht abgemildert durch die Eleganz der Form, aber sehr viel schöner als unreflektiertes Wüten hat da Platz, ebenso wie ein Mitfühlen ohne Duselei. Ziselierte Ironie ist ebenso angebracht wie die Lust am Spielen mit dem Rohmaterial Sprache.

„Einen poeta doctus würd ich ihn nennen (...) In der Theorie der Ästhetik kennt er sich gut aus und ist dort zuhaus, wo die von der Mode streng geteilten Künste in Überschneidungen und Überlappungen zusammenfinden dürfen; aber er schaut auch dem Volk aufs Maul, öffnet sich willfährig den Banalitäten, die ihm von Plakaten, aus dem Lokalteil der Zeitungen denn doch nicht 'ins Auge stechen', ihn aber kitzeln, ihrer Verwertbarkeit sich vollbewusst. (...) seine Sprache hat keine dichterischen Fettgewebe angesetzt, laboriert nicht an Bindegewebsschwäche [...].“
(Julian Schutting)

Zu den jüngeren Titeln des enorm produktiven Schriftstellers zählen u. a. Weltbude (Sonderzahl 2009) und Noch mehr Weltbude (Sonderzahl 2012):

nur nicht nachdenken, lieber vorausschauen, hören, dafürhalten, wörter einsammeln, stimmungen aufklauben, lesen, alles beschriftete einsackeln, mitnehmen, ausbreiten, wie tonscherben behandeln. was wünscht du dir mehr? ein kleines flugzeug zum himalaja?

Aussender: Wolfgang Kühn, Tel 0664/432 79 73, www.ulnoe.at

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