Ausstellung geöffnet vom 10.März – 31. März 2013
Besichtigung jederzeit. Telefonische oder elektronische Anmeldung empfohlen.
Mag.Dr. Ursula Fischer, Lieglweg 23, 3040 Neulengbach, Tel 02772/563 63, 0676/413 4647, ursula.fischer@utanet.at
Nina Maron gibt sich nicht mit schnellen Blicken und dekorativ auf die Leinwand geworfenen Eindrücken zufrieden, wenn sie sich mit einem Thema beschäftigt, dann tut sie das gründlich, solange, bis es für sie abgefrühstückt ist. Eine intensive Auseinandersetzung fordert sie auch von den RezipientInnen ihrer Bilder, die tatsächlich über bloßes Betrachten hinausgehen müssen, denn ohne das Konzept, die Geschichte geht es bei Maron nunmal nicht. Ihre Bilder entstehen nicht im luftleeren, sphärisch-indefiniten Raum, sondern entwickeln sich in Serien. Ja, Nina Maron malt Bilderserien, arbeitet sich ab und Perspektiven auf und lässt auch ihr Bilderpublikum am Entstehungsprozess teil haben, lässt es, zumindest partiell, hinter die Kulissen schauen und vermittelt so, wie ihre Arbeiten und nichts anderes ist es als ein Arbeits- und vor allem Denkprozess, der damit offenbar wird zu dem werden, was schlussendlich auf der Leinwand zu sehen ist. Gerade in Sachen Abstraktion ist ihr dieser Aspekt wichtig, holt sie damit doch auch diejenigen ins diskursive Boot, denen der Zugang zu ungegenständlichen Darstellungen kein selbstverständlicher ist und selbstverständlich ist dieser ja tatsächlich nicht. Marons Arbeiten sind ausdauernd und ungeduldig gleichzeitig, seit langem bestehende Erkenntnisse sollen und wollen endlich Gehör finden, die Wucht ihrer Werke fordert das Hinschauen und Sehen mit Vehemenz ein, lässt, trotz allen spielerischen Elementen, Ignoranz nicht mehr zu. Man wird nicht als Frau geboren, man wird es (On ne naît pas femme, on le devient.), so Simone de Beauvoir in ihrem Opus Magnum Das andere Geschlecht. Gerade dieses Gemacht -werden und -sein wird in Marons Bildersprache überdeutlich, diesbezügliche Fiktion, Illusion, Natürlichkeit im Sinne von Unhinterfragbarkeit verweigert sie kategorisch, stattdessen setzt sie auf die Dekonstruktion derartiger Vorurteile und ihrer trügerischen Sicherheiten. (Text bereits veröffentlicht) Evelyn Schalk (bere>> Evelyn Schalk
Aussender: Mag.Dr. Ursula Fischer, Tel/Fax 02772/563 63, Mobil 0676/413 46 47