Ausstellungsende: Sa, 20. April 2013
Nach einer kurzen Winterpause zeigen wir am Samstag, 16. März im kunstraumarcade Werke zweier arrivierter KünstlernInnen – Franka Lechner und Walter Weer. So unterschiedlich die Arbeiten der beiden vielleicht auf den ersten Blick wirken, sehen wir aber doch Berührungspunkte die zu einer spannenden Gegenüberstellung führen können. Gerade bei ihren kollagenartigen Papierarbeiten zeigt die „klassische“ Textilkünstlerin Franka Lechner eine große Nähe zu den fragilen Papierobjekten von Walter Weer. Und Weer bedient sich bei der Fertigung seiner Skulpturen immer wieder „textiler Techniken“ und Materialien wie z. B. dem Knüpfen von Schnüren. Lange Zeit wurde die Textile Kunst in Österreich nicht so geschätzt wie etwa in Frankreich und Amerika, aber da in den letzten Jahren besonders auch junge, am internationalen Kunstmarkt sehr präsente Künstler keine Scheu mehr vor Stricken, Nähen und Sticken haben, verändert sich nun doch auch die Einschätzung und Wertschätzung der Textilkunst und -technik.
Franka Lechner / Kurzbiografie
„Nicht nur im Vorgang der Farbfindung bedeutet das Verschlingen, Verbinden, Verknüpfen ein zentrales Prinzip von Franka Lechners Arbeit. Es äußert sich als Grundlage des Webens – im Miteinander von Kette und Faden, im Vernetzen von Linie zur Fläche und zur Form“ (Elisabeth Voggeneder)
Franka Lechner wurde 1944 in Wien geboren und verbrachte die frühe Kindheit in Südamerika. Sie absolvierte ihre Schulzeit in Wien und studierte an der Akademie der bildenden Künste bei Prof. Sergius Pauser. Seit 1969 pflegt sie eine regelmäßige Ausstellungstätigkeit auf dem Gebiet der Bildweberei und Malerei; sie ist auch als Lyrikerin aktiv.
1972-73 Aufenthalt in Boston, USA mit der Familie. Seit 1976 Mitglied der Gesellschaft bildender Künstler Österreichs (Künstlerhaus Wien). 1985 Erscheinen des Lyrikbandes „Sand ist im Feuer“, Weilburg-Verlag.
Sie lebt und arbeitet in Wien und Rosenburg am Kamp.
Walter Weer / Kurzbiografie
Der Übergang von 0 zu 1 trifft genau jenen Zustand zwischen Entstehung und Zerfall, der optimal Weers Objekte und Skulpturen charakterisieren soll.
Weer arbeitet mit den unterschiedlichsten „billigen“ Materialien, seine Objekte sind aus Karton, Papier und Schnur, Arbeiten aus trash, Rauminstallationen, meist mit Netzen bzw. Reusen, aber auch große Holz-Karton-Objekten, Zeichnung, Fotografie.
Geboren 1941 in Wien, lebt und arbeitet in Wien, Studium a. d. Hochschule für Angewandte Kunst Wien; Gastprofessor an der Hochschule der Bildenden Künste Budapest
Mitglied von Künstlerhaus Wien und Internat. Künstlergremium Köln
Öffnungszeiten: Fr 15–18 Uhr, Sa 10 – 15 Uhr u.a.A. 0664/767 51 43
Aussender: kunstraumarcade, Hauptstraße 79, 2340 Mödling, www.kunstraumarcade.at