fuzzy.family - visuelle Beiträge aus den Bereichen Malerei, Grafik, Zeichnung, Fotografie, Collage und Objektkunst wird am Freitag, dem 12.4.2013 um 19 Uhr in der Galerie grenzART, Sparkassegasse 1 in Hollabrunn eröffnet. Diese Ausstellung ist eine Kooperation von NöART und der Stadtgemeinde Hollabrunn.
Zur Begrüßung sprechen der Kulturstadtrat Mag. Karl-Heinz Jirsa, Kulturstadtrat und Dr. Roswitha Straihammer, Leitung NöART. Die Kuratorin der Ausstellung Mag. Judith P. Fischer übernimmt die einführenden Worte und die Abgeordnete zum Nationalrat Eva-Maria Himmelbauer, BSc, eröffnet in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Ausstellung. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, herausgegeben von NöART und Judith P. Fischer. Die Weinpräsentation erfolgt vom Winzerhof Mantler aus Niederrußbach. Die Ausstellung ist donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr bis zum 12.5.2013 geöffnet. Am Samstag, 20.4. wird eine Familienführung um 10 Uhr angeboten, empfohlen für Familien mit Kindern ab 5 Jahren.
In der Ausstellung sind folgende KünstlerInnen vertreten: Ruth Brauner, Norbert Fleischmann, Xenia Hausner, Moni K. Huber, Andrea Kalteis, Lena Knilli, Cornelia König, Lisa Kunit, Heide Pichler, Michael Sardelic, Oskar Schmidt, Eva Vones, Linde Waber, Katharina Walter, Judith Zillich u.a.
Zur Ausstellung: Die Ausstellung „fuzzy.family“ widmet sich jener amorphen Masse verwandtschaftlicher Beziehungen, die man bislang zuverlässig als Familie bezeichnen konnte. Seit den frühen 50er Jahren wird der Familienbegriff liberaler und mit höherer emotionaler Flexibilität verwendet. War die Familie früher eher durch den gemeinsamen Ort, also das Zusammenleben naher und mitunter auch fernerer Verwandter unter einem Dach charakterisiert, sind heutige Familien auch räumlich verteilt anzutreffen. Waren früher Abstammung und Heirat die klaren Definitionskriterien, so entziehen sich viele heutige Familien jedem Schubladendenken. Neben der klassischen Kernfamilie bestehend aus Vater, Mutter und Kind/ern kennen wir heute Wahlverwandtschaften, Patchwork-Familien, Partnerschaften und familienähnliche Freundschaftsbeziehungen. Was aber macht dann Familie heute überhaupt noch aus? Dieser Frage gehen die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung „fuzzy.family“ nach, indem sie diese Vielfalt und konstituierenden Faktoren des Phänomens Familie untersuchen und hinterfragen. Sei es nun aus der Sicht der Eltern, wie z.B. Moni K. Huber, Ruth Brauner und Katharina Walter oder aus dem Blickwinkel eines neutralen Beobachters wie Norbert Fleischmann und Oskar Schmidt oder aus der Sicht des Kindes, das ja in jedem von uns steckt, wie Lena Knilli, Xenia Hausner und Eva Vones oder gar im Sinne einer künstlerischen Familienaufstellung analysierend wie Cornelia König. Unter der Oberflächenebene der familiären Strukturen wird durch die gezeigten Positionen spürbar, dass Familie nicht zuletzt einen Zustand der Geborgenheit bezeichnen mag, ein zwischen Menschen gespanntes Netz der Vertrautheit und, im besten Falle, des gemeinsamen Wachsens und füreinander Daseins. Gerade die Kunst in ihrer Vielfalt scheint geeignet, in dieser immer weniger greifbaren Alltagsrealität uns einen gemeinsamen Nenner des Themas Familie erleben zu lassen.
Aussender / Infos: Galerie grenzART, 2020 Hollabrunn, Sparkasseg. 1, office@grenzart.org , www.grenzart.org