Jiddische Lieder und Klezmermusik erleben in jüngster Zeit eine Renaissance. Mit dem Programm Jidischkeit greifen Timna Brauer & das Elias Meiri Ensemble die überlieferten Lieder auf und führen sie ins 21. Jahrhundert.
Mit ihrem ergreifenden Konzertprogramm entführen Timna Brauer und Elias Meiri das Publikum in die Welt des osteuropäischen Judentums. Es ist ein Bekenntnis der beiden Künstler zu ihren osteuropäischen Wurzeln. Timna Brauers Großvater väterlicherseits war ein aus Litauen stammender Schuhmacher. Elias Meiris Vorfahren stammen aus Polen und Russland. In der Familie Brauer wird gemeinsam gesungen und auf diesem Wege der Reichtum des jüdischen Liederschatzes weitergegeben.
Ursprünglich war Klezmermusik die funktionale Musik im jüdischen Schtetl Osteuropas. In den Texten spiegeln sich die Lebensbedingungen der Juden wider. Das weltliche jiddische Lied wurde von Handwerksburschen, Fuhrleuten, Schneidern, Schneiderinnen und Dienstmädchen gesungen. Themen sind die Arbeit und ihre Leiden. Liebeslieder handeln von unerfüllten Sehnsüchten, religiösen und sozialen Schranken.
Herausgerissen aus ihrem ursprünglichen Kontext, Hochzeiten und andere jüdische Feste zu begleiten, wird die Klezmermusik immer mehr zum fixen Bestandteil hochkarätiger Festivals und Konzertreihen. Sie findet einen Ehrenplatz in der europäischen Kultur der Jahrtausendwende.
Ergreifende Texte bleiben als lebendige Zeitzeugen der Shoa. Es sind aber nicht nur Lieder über Mord und Totschlag, es lebt auch die Sehnsucht nach dem Heiligen Land, die Kraft der Partisanen, der Glaube an den Messias. Es sind auch feurige Hochzeitslieder die einst jung und alt zum Tanzen verleiteten.
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