Eisenstraße. Der Eisenstraße-Museumsverbund ist rechtzeitig vor dem Start der Ausstellungssaison 2013 um ein neues Mitglied reicher: Das Militärgeschichtliche Museum in Sonntagberg trat der Plattform bei, nunmehr werden 18 Eisenstraße-Museen unter einem gemeinsamen Dach vermarktet.
Schon seit Jahren tragen die ehrenamtlichen Helfer des Militärmuseums die Region bei ihren Werbemaßnahmen mit. Der Beitritt zum Museumsverbund war demnach ein logischer Schritt. „Das Kriegsgeschehen und das Militärwesen im Österreich werden hier sehr umfangreich und objektiv dargestellt. Auch die dunklen Kapitel des Nationalsozialismus spart man nicht aus. Mit mehr als 700 Waffen verfügt das Militärmuseum zudem über eine wirklich beachtliche Sammlung“, betont Eisenstraße-Museen-Sprecherin Mag. Eva Zankl.
Das Militärgeschichtliche Museum wurde 1970 von Harald Werner aus der Taufe gehoben. Bis 2003 war es in Ardagger untergebracht, nach mehreren Hochwässern erfolgte die Übersiedlung in die Gemeinde Sonntagberg. 70 Mitglieder aus ganz Österreich gehören dem „Verein für Heereskunde“ an, der hinter dem Museumsbetrieb steht. 3.000 Besucher werden jährlich begrüßt.
Neben der Waffensammlung zählen 200 verschiedene Uniformen, 40 Motorräder, 20 Militärfahrzeuge und sogar zwei Panzer und zwei Kettenfahrzeuge zum Inventar. „Wir verfügen auch über eine eigene Werkstätte zur fachgerechten Restaurierung“, erklärt Harald Werner, der sich auf seine Kernmannschaft mit Heiner Wirth, Vizeleutnant Robert Mitterbauer und Heinrich Gruber verlassen kann.
Neben exotischen Waffen wie einem Damen- oder Fahrradrevolver hält das Militärmuseum auch Geschichten, die ans Herz gehen, parat: So stieß ein US-Amerikaner hier auf Teile jenes Flugzeugs, mit dem sein Onkel im Zweiten Weltkrieg nach heftigem Beschuss abgestürzt war. Dank des Fundes konnte er dieses Kapitel seiner Familiengeschichte nachrecherchieren. Apropos Amerika: Auch ein Exemplar des noch heute vom US-Militär verliehenen Verdienstordens „Purple Heart“ ist auf der 2.000 Quadratmeter umfassenden Fläche ausgestellt.
Das Militärgeschichtliche Museum Sonntagberg (Adresse: Aichöd 5) ist von April bis Oktober donnerstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Heuer schnürten die Museumsmacher ein Kombipaket mit Ybbstalbräu-Wirt Franz Hehenberger aus Waidhofen/Ybbs, auch die Kooperation mit der Basilika am Sonntagberg wird gepflegt.
Weitere Infos: www.eisenstrasse.info/museen , www.militaermuseum.com
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