„Mit Kessel, Aschenlauge und Rumpel zur weißen Wäsche“ Am Samstag, den 22. Juni 2013, 13.00 bis 18.00 Uhr ist „Tag der Wäsche" im Museumsdorf Niedersulz. Ab 13.00 Uhr werden die oft beschwerlichen Arbeitsschritte eines ländlichen Haushaltes nachvollzogen, die einst notwendig waren, um die Berge schmutziger Wäsche wieder sauber zu bekommen. Besucher sind herzlich eingeladen, selbst ihre Geschicklichkeit an Waschrumpel und Wassertrog zu versuchen.
Alle sechs bis acht Wochen wurde früher auf einem Weinviertler Bauernhof Wäsche gewaschen. Ein Waschtag, der ein bis zwei Tage dauerte, erforderte jede weibliche Hand, die zur Verfügung stand. Am Vortag wurde die Aschenlauge vorbereitet. Sie sorgte für weiches Waschwasser. Während die Männer den großen Kessel heizten - übrigens die einzige Männerarbeit am Waschtag - schleppten die Frauen kübelweise frisches Wasser vom Brunnen heran. Nach dem Kochen der Kleidung rückten die Frauen dem Schmutz auf Waschrumpeln mit manueller Kraft zu Leibe. Die dabei verwendete Seife hatte die Bäuerin selbst aus altem Fett hergestellt.
Danach wurde neuerlich kübelweise frisches Wasser aus dem Brunnen gepumpt, um die großen Bottiche zu füllen, in denen die Wäsche geschwemmt wurde. Schließlich wurde sie dann auf langen Leinen, die quer durch den Garten gespannt waren, zum Trocknen aufgehängt. Bei Bettzeug und heller Kleidung, die besonders weiß werden sollte, nutzte man die bleichende Kraft der Sonne und breitete sie auf einer Wiese aus. Alte und praktische Handarbeitstechniken wie etwa das Sackflicken werden ebenfalls gezeigt
Aussender / Infos: Dr. Freya Martin, Weinviertler Museumsdorf Niedersulz Errichtungs- u. Betriebs GmbH, 2224 Sulz im Weinviertel, Tel 02534/333, Fax 02534/333-20, info@museumsdorf.at , www.museumsdorf.at