Sterben und töten an der Front, arbeiten und hungern in der Heimat. Der Erste Weltkrieg verlangte der Bevölkerung der Monarchie alles ab. Als traditionell kaisertreue Stadt und Rüstungszentrum war Wiener Neustadt von großer Bedeutung für den kriegführenden Staat.
Für Kaiser und Vaterland ordneten große Teile der Wiener Neustädter Bevölkerung ihre persönlichen Bedürfnisse den Anforderungen eines modernen industrialisierten Kriegs unter. Mit dem Andauern des Kriegs und der steigenden Not erhielten jedoch die Lager der KriegsgegnerInnen und KritikerInnen immer mehr Zulauf. Im Jännerstreik fand die Friedenssehnsucht schließlich einen Ausdruck, der weit über das Ereignis hinausreichende symbolische Bedeutung erlangte.
Auf Basis der Ergebnisse des Dissertationsprojekts von Sabine Schmitner macht die Ausstellung anschaulich, wie der Erste Weltkrieg gemanagt wurde, wo und wie dies auf Widerstand traf und welche Konsequenzen damit verbunden waren.
Gesucht werden Kunstbeiträge, die
++ die vielfältigen Grundlagen der Mobilisierung der Bevölkerung
++ vorgebrachte Argumente für Kooperation
++ die Konstruktion von Feindbildern und
++ die in den Nachkriegsjahren sichtbar werdenden Tendenzen des Umgangs mit dem Weltkrieg grafisch, bildnerisch oder multimedial visualisieren.
Die Kunstbeiträge werden Teil der Ausstellung sein, die zwischen dem 28. März und 7. September 2014 im Stadtmuseum Wiener Neustadt zu sehen sein wird. Ein kleines Budget ist vorhanden.
Interessierte wenden sich bis 30. September an: Mag. Sabine Schmitner, Stadtarchiv Wiener Neustadt, sabine.schmitner@wiener-neustadt.at
Aussender: Mag. Sabine Schmitner, sabine.schmitner@wiener-neustadt.at