Die Kunstfabrik Groß Siegharts zeigt drei Künstler mit interdisziplinären Ansätzen. Die Waldviertler Künstler Melanie Wurth und Georg Kuttelwascher experimentieren in der Galerie Kunstfabrik mit der Grenze von Kunst, Wissenschaft und Technik. Die Wienerin Anna Maringer verschränkt im Projektraum junge Kunst Körperbewegung und Zeichnung. Die Ausstellungen „unbemannt – Melanie Wurth & Georg Kuttelwascher“ und „Anna Maringer“ wurde am 27. Juli eröffnet.
Anna Maringer zeichnet nicht nur auf Papier, sondern auch auf die Wand. Ihre verspielten,
bunten großformatigen Zeichnungen stehen in einem unmittelbaren Zusammenhang mit
körperlichen Bewegungsimpulsen. Die Zeichnungen dehnen sich auf Körper, Raum und
sogar auf die Historie des Gebäudes aus. Mit Schnüren aus der ehemaligen Bandfabrik
erweitert sie den Strich des Papiers. Die Zeichnung wird für die Betrachter räumlich und
körperlich erfahrbar.
In einer multimedialen Rauminszenierung hinterfragen Melanie Wurth und Georg
Kuttelwascher kritisch die Methoden von Kunst und Wissenschaft. Ein in seine Einzelteile
zerlegter Webstuhl wird nach absurden schein-wissenschaftlichen Kriterien kategorisiert und
als Kunstobjekt in die Ausstellungsräume installiert. In bedrohlicher Intensität reflektieren
kontrastreiche Ölbilder im Röntgeneffekt die technische Durchdringung des Menschen. Das
Experiment überfordert die Wahrnehmung des Publikums und spielt mit den konventionellen
Rezeptionsgewohnheiten von Kunst.
Aussender/Info: Mag. Günther Gross, M: 0676 6245605, gross.g@gmx.at