Im Rahmen des 19. AuslandsniederösterreicherInnen-Treffens 2013 zeigt die Ausstellungsbrücke St. Pölten die Künstlerin Elisabeth Philips-Slavkoff. Die klassisch-zeitgenössische Malerin präsentiert Landschaftsbilder sowie Pflanzen- und Tierstudien, die in Motivik und Malweise einen Brückenschlag zwischen Niederösterreich und der chinesischen Partnerprovinz Zhejiang bilden. Prof. Dr. Gerd Kaminski, Leiter des Österreichischen Institutes für China- und Südostasienforschung, wird in die Ausstellung einführen.
Elisabeth Philips-Slavkoff lotet in der Ausstellung „Brückenschlag St. Pölten – Hangzhou“ die Möglichkeiten der Zusammenführung und Verbindung von zeitgenössischer westlicher und traditioneller chinesischer Malerei aus. Die Gegenüberstellung dieser zwei unterschiedlichen künstlerischen Traditionen ist auch als Brückenschlag zwischen den Partnerregionen Niederösterreich und der Provinz Zhejiang in China zu verstehen. Elisabeth Philips-Slavkoff war in und für Niederösterreich in Europa beruflich tätig und hat in Hangzhou am Westsee, der Hauptstadt der Provinz Zhejiang, traditionelle chinesische Malerei studiert.
Elisabeth Philips-Slavkoffs Interesse für China wurde bereits in frühester Kindheit durch die faszinierenden Erzählungen von Freunden ihres Vaters, die aus der Emigration in Shanghai zurückgekehrt waren, geweckt. 1976 sah sie zum ersten Mal chinesische Schriftzeichen in New Yorks Chinatown und begann im Selbststudium chinesisch zu lernen. Seither hat sie sich intensiv mit der chinesischen Sprache und Kultur beschäftigt.
Schon während ihrer diplomatischen Tätigkeit als Kulturrat an der Österreichischen Botschaft in Beijing Mitte der 80er Jahre hat Elisabeth Philips-Slavkoff kalligraphiert. Seit ihrer Pensionierung als EU-Direktorin für Regionalpolitik vor elf Jahren ist sie ausschließlich als Malerin und Kunsthistorikerin tätig. An der akademie.GERAS bereitete sie sich 2001 für ihre erfolgreiche Aufnahme an die Sankt Lukas Akademie in Brüssel vor. Elisabeth Philips-Slavkoff hat in Geras zahlreiche Seminare absolviert, davon zwei bei Professor Karl Korab.
Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der modernen und zeitgenössischen chinesischen Kunst. In Hangzhou absolvierte sie an der 1928 gegründeten China Academy of Art 2012 ein sechsmonatiges Studium der chinesischen Malerei. Chinesische Landschaftsmalerei bildete eine wichtige Spezialisierung im Rahmen ihrer Studien. In Hangzhou hat sie auch ihr besonderes Interesse für die chinesische Siegelschrift entdeckt. Chinesische Kalligraphie, ihre abstrahierenden Landschaftsdarstellungen, eine chinesisch beeinflusste lineare Formengebung, unterschiedlichste chinesische Maltechniken und ein In-Verbindung-setzen chinesischer und westlicher Motivik sind charakteristisch für das Oeuvre von Elisabeth Philips-Slavkoff.
Zu sehen ist die Werkschau, die den Fokus auf Niederösterreich und Zhejiang legt, von 5. September bis 26. September 2013.
Vernissage: Mittwoch 4. September 2013, um 17:30 Uhr
Begrüßung: Peter de Martin, Leiter der Geschäftsstelle für AuslandsniederösterreicherInnen
Zur Ausstellung spricht: Prof. Dr. Gerd Kaminski, Leiter des Österreichischen Institutes für China- und Südostasienforschung
Eröffnung: Mag. Johann Heuras, 2. Präsident des Niederösterreichischen Landtags in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll
Ort: Ausstellungsbrücke, Regierungsviertel St. Pölten, Landhausplatz 1, Haus 1, 3. Stock, 3109 St. Pölten
Ausstellungsdauer: 4.9. bis 26.9.2013
Künstlerkontakt: http://www.elisabethphilips-slavkoff.com/
Nähere Informationen erhalten Sie beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung / Abteilung Kunst und Kultur unter 02742 9005-15916 oder ausstellungsbruecke@noel.gv.at, MMag. Katharina Szlezak.