Poesie des Materials: Vom Stoff, aus dem die Träume sind. Arbeiten von Helga Cmelka, Monika Frank, Franz Seitl, Robert Svoboda, Rudi Svoboda und Barbara Szüts. Dass Materialien, aus denen Künstler ihre Werke fertigen, etwas zur Aussage und Wirkung beitragen, gilt für die moderne Kunst als unbestritten. Die Schau fokussiert anhand ausgewählter Künstlerbeispiele die vielfältige Ausstrahlung, die den unterschiedlichen Materialien innewohnt.
Die Ausstellung ist donnerstags und freitags von 15 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 12 Uhr bis zum 29.9. geöffnet. Bei der Vernissage wir ein Original verlost. Am Sonntag, 22.9. startet um 10 Uhr eine Leseperformance von Robert Svoboda.
Kunststoff, Holz, Eisen, Rost, Teerpappe entfalten ihre eigene künstlerische Poesie.
Was bei Helga Cmelka duftig und zerbrechlich wirkt, ist in Wirklichkeit hart und stabil. Was monochrom wirkt, erschließt sich als vielschichtig und farblich nuanciert. Als „Modifikation innerhalb der eigenen Materialität“ haben Draht, Polyestergewebe, Daunen und Stoff stets ein Davor, ein Dahinter und ein Dazwischen – Schicht über Schicht.
Monika Frank: Papier und Stoff, zerschnitten, auf Leinwand zu neuen Bildern drapiert. Farbenfroher Gegensatz zum Materialmix ihrer Objekte: Artefakte – nutzlos geworden, auf einen neuen Sinn wartend. Das scheinbare Chaos der Welt und ihre Verflechtungen: verdaut, verändert, in Zement gefaßt und liebevoll neu geordnet.
"Mixed Media" nennt Franz Seitl die Vielfalt an Bau-, Klebe- und Struktur-Materialien, aus denen er seine fragil anmutenden Kleinplastiken – Chaoskreaturen, Wächterköpfe, amorphe Gebilde – fertigt. Humorvolle Satire unter erzwungenem Rost.
Robert Svobodas "Mahagonny" – Eine Satire um den Kunstmarkt, bestehend aus Objekt-Installation (Siebdruck, Wellpappe, Flaschen), Bühnenstück und Buch. Voll schwarzem Humor, über Höhenflüge und Abstürze, samt bösem Erwachen. Einfach genial! »The Financial Bull«. Lese-Performance am Sonntag, 22. September 2013 um 10 Uhr
Rudolf Svoboda tritt entschieden gegen jede Bindung an einen Stil auf und widersetzt sich stets einer Festlegung. Durch die Verwendung verschiedener Materialien dokumentiert er seine Vielseitigkeit.
Barbara Szüts sieht ihre kurvigen Linienschwünge als spontane, körperlich-sinnliche Wahrnehmungen von Bewegungsabläufen in einer sichtbar gemachten Natur. Ob auf Papier gezeichnet oder als großformatige Skulpturen in Metall geschnitten, schaffen sie ein tieferes Verständnis für die Welt und die menschliche Existenz
Aussender / Infos: Galerie grenzART, 2020 Hollabrunn, Sparkasseg. 1, office@grenzart.org , www.grenzart.org