Stück in zwei Akten von Ronald Harwood
Premiere: Sa, 5. Oktober 2013 um 19.30 Uhr
Weitere Termine: 10.10. bis 13.10., 15.10., 17. bis 19. 10. 2013, jeweils um 19.30 Uhr außer am So, 13.10. um 17 Uhr
Berlin 1945: Ein amerikanischer Major lässt sich den berühmten Dirigenten Wilhelm Furtwängler zur Entnazifizierung kommen. Dass alle Welt und sogar sein Stab den Maestro als regimekritisch und genial loben, hindert den kunstfremden Offizier aus der Neuen Welt, für den Furtwängler nur ein ihm unbekannter "Bandleader" ist, nicht daran, an der politischen Unschuld des Künstlers zu zweifeln. Er will es nicht zulassen, dass die Deutschen sich bereits wenige Monate nach Kriegsende hinter ihren eigenen Leiden als Verlierer verstecken und ihre Verantwortung für Völkermord und Weltkrieg abstreiten. Aber trägt ein "Unpolitischer" überhaupt eine Mitschuld? Wie viele Konzessionen an ein Regime sind verzeihlich? Gibt es Sonderregelungen für "begnadete Künstler"? Ist der Kulturschaffende in der Diktatur "Hüter des Lichts" oder nur Alibi der Unterdrücker? Was bedeuten überhaupt noch Mozart und Beethoven nach Auschwitz? Ein packendes und geistreiches Duell nach einer wahren Begebenheit, bei dem es sowohl den anderen Figuren des Stücks als auch dem Publikum schwer gemacht wird, sich schnell auf die eine oder andere Seite zu schlagen. (Der englische Originaltitel lautet daher auch "taking sides"...)
Regie: Rüdiger Hentzschel - Bühne: Rüdiger Hentzschel und Bruno Max
Musik: Fritz Rainer - Kostüme: Alexandra Fitzinger
Maske: Vera Priburk - Regieassistenz: Cornelia Slauf
Es spielen: Jörg Stelling, Daniel Keberle, Hermann J. Kogler, Florian Graf, Natalie Ananda Assmann, Monika Pallua
Kartenreservierung: Tel 02236/42 999
Aussender / Pressekontakt: Mag. Valerie Kattenfeld, tzf@aon.at , Tel 0660/125 77 87