Rolf Aigner und Wolfgang Kammerer stellen in ihrer gemeinsamen Ausstellung Naturfotografie verschiedener Provenienz gegenüber. Aigners eigene Arbeiten mit konzeptionellem Hintergrund treffen auf historische Fotografien aus der Sammlung Wolfgang Kammerers.
Rolf Aigner unterläuft den ursprünglich aus der Marinemalerei stammenden Begriff „Seestück“ ironisch; in seinen Fotoarbeiten erweitert er ihn allgemein auf Natur- und Landschaftsausschnitte, die im weitesten Sinn Wasser (= See) in diversen Oberflächenformen und Aggregatszuständen beinhalten. In Folge finden sich diese Seestücke überdies mit einer Gegenwelt von Landschaftsausschnitten auf Festland konfrontiert.
Wolfgang Kammerer begibt sich mit seiner Sammlung von Landschaftsfotografien der Zwischenkriegszeit auf eine Spurensuche der besonderen Art. Dieser Zeitraum – geprägt von wirtschaftlicher Not, von dramatischen politischen und sozialen Spannungen, von revolutionären Auf- und Umbrüchen in Kunst und Kultur, gerade auch im Bereich der Fotografie – scheint ja augenscheinlich nicht gerade ideal für eine kontemplative Betrachtung von Landschaft und Natur gewesen zu sein. Und dennoch ist es Kammerer gelungen, einen erstaunlichen Fundus von Beispielen eben dieses Genres zu schaffen, der in dieser Ausstellung erstmals öffentlich zugänglich ist.
23. 11. 2013, 18 Uhr Eröffnung, Ort: Schloss Wolkersdorf, Galerie 1 + 2, Ausstellung: 24. 11. – 22. 12. 2013, Sa, So 14 – 18 Uhr
Aussender: FLUSS - NÖ Initiative für Foto- und Medienkunst, Schlossplatz 2, 2120 Wolkersdorf, Tel 02245/54 55, info@fotofluss.at , www.fotofluss.at