In Spannberg gab es die jüdische Familie Steiner. Steiner Michael und Betti lebten mit ihren Kindern Camilla und Karl im Haus Nr. 285 (heutige Kirchengasse 2). Die Familie betrieb eine Gemischtwarenhandlung. Weitere Familienmitglieder waren die Schwiegertochter Johanna Frischmann und die Enkeltochter Stella Hahn.
Betti Steiner verstarb 1935, Michael Steiner 1938. Camilla, Karl und Johanna wurden 1938 inhaftiert und nach Polen deportiert. Sie haben den Krieg nicht überlebt. Stella konnte nach London emigrieren. Der Gemischtwarenladen wurde geplündert, das Grundstück wurde „arisiert“. 1952 konnte Stella als rechtmäßige Erbin das Grundstück an Herrn Plass und Frau Mödlagl verkaufen.
Dieser Familie möchten wir ein Zeichen setzen. Der Erlös aus dem Projekt „LESEZEICHEN – ein ZEICHEN setzen für Familie Steiner aus Spannberg“ soll ein Beitrag zur Finanzierung einer Gedenktafel sein. Das Projekt „LESEZEICHEN – ein ZEICHEN setzen für Familie Steiner aus Spannberg“ ist ein gemeinsames Projekt von Sigrid Pribitzer-Wohlmuth und Edith Wohlmuth in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Spannberg.
LESEZEICHEN – ein ZEICHEN setzen für Familie Steiner aus Spannberg
Das Lesezeichen…
- gestaltet von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
- anonym oder mit Namensangabe möglich
- erhältlich bei der Präsentation des „Spannberg-Buches“ am 16. März 2014 im Pfarrstadl
- um eine Mindestspende von € 1,00
- der Reinerlös kommt dem Projekt „LESEZEICHEN - ein ZEICHEN setzen für Familie Steiner aus Spannberg“ zugute
Ein Zeichen setzen für Familie Steiner aus Spannberg…
- die der jüdischen Glaubensgemeinschaft angehörte
- die einen Gemischtwarenladen betrieb
- die 1938 „spurlos“ verschwand
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. (Allg. Erklärung der Menschenrechte). Zum Gedenken an die jüdische Familie Steiner, die hier lebte und einen Gemischtwarenladen betrieb – bis 1938.
Aussenderin: Sigrid Pribitzer-Wohlmuth, 2244 Spannberg, Tel 0664/73 10 83 04