"TierFREUDen", Grafiken aus digital veränderter Fotografie und Zeichnung
Vernissage: Fr., 4.4.2014, 19 Uhr
Im Rahmen der Eröffnung findet die Präsentation der Publikation „TierFREUDen” in Form einer performativen Lesung statt.
Es lesen und performen die Autorin Karin Seidner, der Autor Felix de Mendelssohn und Maria Temnitschka
Ausstellungsdauer: bis 4.5.2014
In ihrer Ausstellung in der Alten Schmiede zeigt die Malerin Maria Temnitschka, die v.a. mit ihren großformatigen Bildern verlassener Industriebauten bekannt ist, einen Ausschnitt ihrer zeichnerischen Arbeit. Im krassen Gegensatz zu ihren menschenleeren Fabrikhallen geht es hier um sehr präsente Körperlichkeit: weibliche Sexualität und verschiedenes Getier finden in diesen Grafiken, die eine Kombination aus digital veränderter Fotografie und Zeichnung sind, zusammen. Daneben gibt es eine skurrile Tierwelt zu bestaunen: kleine Geschöpfe aus Metall und anderen Materialien die Maria Temnitschka ihr „Bestiarium“ nennt. Eine Referenz an den Beginn ihrer künstlerischen Arbeit: Temnitschka hat vor ihrer Professionalisierung der Malerei Metallgestaltung studiert.
Im Zyklus „TierFREUDen“, der den Schwerpunkt der Ausstellung bildet und der schon im Künstlerhaus Wien und teilweise in der Galerie Hrobsky/Wien gezeigt wurde, beschäftigt sich die Künstlerin mit bewussten und unbewussten Aspekten der Sexualität. Das Tier darf hier als Repräsentant für jene Urtriebe gesehen werden, die seit jeher stark ambivalent besetzt sind und das gesamte Gefühlsspektrum zwischen Lust und Angst ansprechen.
Für einen Teil dieser Arbeiten war Sigmund Freuds Schrift „Totem und Tabu“ Inspirationsquelle. Unabhängig vom Wert dieses Werkes für die ethnologische Forschung, sind die Versuche Freuds, so komplexe Phänomene wie den Totemismus und die Magie psychoanalytisch zu erklären, sehr faszinierend zu lesend. Temnitschka geht es in ihrer Arbeit aber nicht darum, Freud zu illustrieren. Sie entnimmt vielmehr Teilaspekte von Freuds Überlegungen und lässt eigene Gedanken und persönliche Bezüge einfließen.
Zu jeder dieser Zeichnungen haben die Literatin und Psychotherapeutin Karin Seidner und der Literat und Psychoanalytiker Felix de Mendelssohn alternierend einen Text verfasst. Das Ergebnis dieser interessanten Zusammenarbeit ist eine Publikation, die im Rahmen der Ausstellungseröffnung präsentiert wird.
Die Zusammenarbeit mit der Literatin, Psychotherapeutin und Performerin Karin Seidner und dem Literaten und Psychoanalytiker Felix de Mendelssohn hat sich spontan ergeben und lustvoll zu einer ménage a trois entwickelt. Die sehr geistreichen, witzigen bis erotischen Texte und die sinnlichen Zeichnungen ergänzen einander zu einem Reigen dreier ebenbürtiger Künstlerpersönlichkeiten, ergänzt noch durch das philosophische Vorwort der Allround-Künstlerin Mara Mattuschka.
Die Ausstellung wird mit einer „Sexualanalysesitzung“ eröffnet, eine Lesung und Performance der Autorin, des Autors und der Künstlerin.
Anmerkung: Dem Thema entsprechend sind in der Ausstellung erotisch freizügige und sinnliche Darstellungen zu sehen, nicht aber pornografische. Eltern müssen selber entscheiden, ob die Ausstellung für ihre Kinder geeignet ist.
Der Verein Alte Schmiede lädt zu Wein und Schmankerl. Weine von Christian Zillner, Schönbergneustift.
Aussender: Mag. Susanne Miklas, Alte Schmiede, Wein/Erlebnis/Information, 3562 Schönberg/Kamp, Hauptstraße 36, Tel 02733/76 4 76, Fax 02733/76 4 77, alteschmiede@schoenberg.gv.at , www.schoenberg.gv.at