In Zusammenarbeit mit der Katholischen ArbeitnehmerInnen Bewegung in St. Pölten
"EINSTWEILEN WIRD ES MITTAG"
Regie: Karin Brandauer, Österreich, 1988, 95 min.
Der Film baut auf der richtungsweisenden soziologischen Untersuchung "Die Arbeiter von Marienthal" aus dem Jahr 1933 auf. Marie Jahoda, Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel hatten damals die Situation der Arbeitslosen in der niederösterreichischen Gemeinde Marienthal erforscht, in der es nach der Schließung einer Textilfabrik sehr viele Arbeitlose gab. Die Soziologen kamen zu folgendem Ergebnis: Es gibt unter den Arbeitslosen vier Typen. Die einen sind auch innerlich ungebrochen, die zweiten sind resigniert, die dritten verzweifelt und die vierten verwahrlost und apathisch.
Karin Brandauers Film wird von ruhiger Erzählung und Verzicht auf Sentimentalität geprägt. Sie zeigt in dokumentarischer Form und mit zurückhaltenden Bildern die Auswirkungen einer Wirtschaftskrise sowie deren mögliche politische Implikationen. Für die Filmfassung wurden die realen Namen der Beteiligten geändert.
Anschließend Diskussion mit RUDOLF HUNDSTORFER, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, Claus Ludwig (Volkshilfe Würfel Wien) und einem Vertreter der Wirtschaft.
Eintritt: € 6,- für Erwachsene / € 3,- für Schüler und Studenten
Homepage: www.kuckuck.at , www.suedfilmfest.at
Aussender: Batmaz Sevda, S.Batmaz@amstetten.at