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Niederösterreichische Landeskorrespondenz

Marianne Hainisch-Austellung in Spillern

Bundesministerin Heinisch-Hosek und Landtagspräsident Penz eröffneten Schau

Eine Ausstellung in der Marktgemeinde Spillern (Bezirk Korneuburg) ist dem Leben und Wirken von Marianne Hainisch gewidmet. Das Leben der gebürtigen Niederösterreicherin (Baden) ist untrennbar mit der Österreichischen Frauenbewegung verbunden, die sie gründete und jahrzehntelang führte. Sie gilt auch als Initiatorin des Muttertages, der seit 1924 in Österreich gefeiert wird.

Bereits 1870 forderte Marianne Hainisch die Errichtung von Realgymnasien für Mädchen und die Zulassung von Frauen zum Hochschulstudium. Aus privaten Mitteln gründete die Industriellentochter ein sechsklassiges Lyzeum, das 1891 Öffentlichkeitsrecht erhielt. 1892 wurde das erste Gymnasium für Mädchen im deutschsprachigen Raum errichtet.

Marianne Hainisch habe mit Weitblick, mit großem persönlichem Engagement und aus tiefer Überzeugung für vieles gekämpft, was heute selbstverständlich ist, worüber aber heute noch diskutiert wird: etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau, so Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Landtagspräsident Hans Penz, welche die Ausstellung im Gemeindezentrum von Spillern kürzlich eröffneten. Zu sehen sind zahlreiche Porträts, Schriften, Publikationen und Exponate der bedeutenden Kämpferin für Frauenrechte. Geöffnet ist die Ausstellung bis Ende Mai.

Nach dem Tod Bertha von Suttners übernahm Marianne Hainisch auch die Leitung der Friedenskommission und widmete sich nach dem Ersten Weltkrieg verstärkt der Friedensbewegung. Ihr Sohn Michael wurde 1920 erster Bundespräsident der Republik. Marianne Hainisch starb im Jahr 1939 im Alter von 97 Jahren in Wien.

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