Rund 500 Gäste feierten mit den beiden Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführern Dorli Draxler und Edgar Niemeczek den 10. Geburtstag dieses einmaligen Kulturprojekts in Krems-Stein.
Wo sonst Künstler und Musikanten aus den kleinräumigen, in ihrer Vielfalt oft wenig bekannten Regionen den Festsaal zum Klingen bringen, trafen sich am 29. April kulturell interessierte Besucher, um auf den Erfolg des Haus der Regionen anzustoßen.
Mit einem Drei-Tages-Fest öffnete das Haus der Regionen 2004 seine Tore. Ungarische und sardische Musiker brachten als erste Künstler ihre Kultur nach Krems und einem interessierten Publikum näher. Denn um einander kennenzulernen und um Barrieren abzubauen, ist Musik eine Botschaft, die gehört wird. Davon sind die beiden Kultur.Region.Niederösterreich Geschäftsführer Dorli Draxler und Edgar Niemeczek, die dem Haus innerhalb der vergangenen zehn Jahre ein unverwechselbares Profil gegeben haben, überzeugt: „Das Haus der Regionen ist Teil im Netzwerk internationaler Kulturkontakte. Völkerverständigung als Beitrag zum Frieden ist Kern seiner Botschaft.“ Faszinierend ist vor allem die Vielfalt Europas. Künstler aus den rund 270 Regionen Europas begeistern mit ihren ausdrucksstarken, leidenschaftlichen, unverwechselbaren Darbietungen. Viele musikalische Begegnungen in höchster Qualität fanden in den letzen Jahren statt. Portugiesen musizieren mit Schweden, Korsen mit Ungarn. Die Neugier auf den Nachbarn zu wecken, gemeinsam Kultur zu genießen aber auch voneinander lernen – dafür bietet das Haus der Regionen eine Plattform.
„Das Haus der Regionen steht für Weltoffenheit und Internationalität. Es ist ein Kristallisationspunkt um Kontakte zu knüpfen, um das sogenannte Fremde kennenzulernen um Grenzen abzubauen sowohl geografische als auch Grenzen zwischen den Menschen. Das Haus der Regionen bildet eine Plattform, auf der Menschen zusammenkommen, um miteinander zu singen und zu tanzen und sich auf Augenhöhe zu begegnen. Ich möchte mich bei den beiden Geschäftsführern Dorli Draxler und Edgar Niemeczek für die tiefsinnige programmatische Ausrichtung des Hauses bedanken und hoffe dass mit dem heutigen Tag eine weiter interessante Seite der Geschichte des Hauses aufgeschlagen wird“, so Landeshauptmann Erwin Pröll.
Paul Lendvai wies in seiner Festansprache auf die Bedeutung kultureller Bande und zwischenmenschlicher Beziehungen zur Überwindung politisch und historisch geschlagener Wunden hin: „Eine Institution wie das Haus der Regionen beweist, dass Werte gegen Kanonen und Werte gegen Geld verteidigt werden können.“
Neben der künstlerischen Orientierung bietet das Haus auch die Möglichkeit einer theoretischen Auseinandersetzung mit europäischer Regionalkultur. Die „Kremser Kamingespräche“ sind das geistige Aushängeschild des Hauses. Die Diskussionspartner in den wissenschaftlich ausgerichteten, hochkarätig besetzten Foren setzen sich mit der Pflege von Traditionen und ihrem Verhältnis zu den Innovationen der Moderne auseinander. Das aktuelle Thema im Frühjahr handelt von „Gerechtigkeit – Illusion oder Wirklichkeit“.
Die Vielfalt österreichischer Volksmusiklandschaften wiederum erreicht mit dem Programmzyklus „aufhOHRchen“ ein traditionsbewusstes Publikum, ebenso wie die Reihe „Connecting Tunes“ junge, urbane Gäste anspricht und traditionelle Volksmusik im Spannungsfeld zu neuen Interpretationsmöglichkeiten vorstellt. „Junge Meister“ holt musikalische Talente aus niederösterreichischen Musikschulen und Preisträger des Landes- und Bundeswettbewerbs prima la musica oder des Volksmusikwettbewerbs vor den Vorhang.
Hand in Hand mit dem Kulturprogramm Hauses geht das kulinarische Angebot des Hauses ganz im Sinne des kulturellen Miteinanders. Abgestimmt auf die jeweilige Gastregion verwöhnt die im Haus integrierte Gastronomie mit Spezialitäten aus Küche und Keller aus Niederösterreich und den europäischen Regionen. In der Galerie der Regionen können Produkte aus handwerklichen Kleinbetrieben der näheren Umgebung aber auch europäische Manufakturware erworben werden.
„Nach zehn Jahren können wir sagen, dass sich das Haus sehr solide etablieren konnte und die verlässliche und persönliche Atmosphäre vom Publikum sehr geschätzt wird“, ziehen Dorli Draxler und Edgar Niemeczek ein zufriedenes Resümee. Als traditionsreiches Haus mit einer zukunftsweisenden Vision etablierte sich das Haus der Regionen in seinem zehnjährigen Bestehen als Treffpunkt der regionalen Volkskulturen und als Kristallisationspunkt in der Kunstmeile Krems.
Nach den Feierlichkeiten steht im Mai die Reihe Connecting Tunes auf dem Programm, die Ensembles Alma, 16. Mai, 19.30 Uhr und Ru?sa Lakatos & Ethno Experience, 23. Mai, 19.30 Uhr wagen einen interessanten Cross over zwischen traditioneller Musik, neuen Arrangements und eigenen Kompositionen. Im Juni heißt es Bühne frei für erstklassige Musiker aus der belgischen Region Wallonien. Die Ensembles Habelange, 5. Juni, 19.30 Uhr und Didier Laloy & S-Trees, 11. Juni, 19.30 Uhr präsentieren die Musik ihrer Heimat.
Aussender, Information und Presserückfragen:
Haus der Regionen l Volkskultur Niederösterreich l Steiner Donaulände 56 l 3504 Krems-Stein
Mag. Marion Helmhart: 02732 85015 25 l marion.helmhart@volkskulturnoe.at
Mag. Doris Zizala: 02732 85015 29 l doris.zizala@volkskulturnoe.at