Das Klangkombinat Kalksburg ist eine Maxi-Version des Kollegium Kalksburgs, das sich seit 15 Jahren mit der Erstellung, aber auch der Dekonstruktion („Zersägung“) des Wienerlieds beschäftigt. Im Geiste des Jazz entstand dieses Projekt in der ersten Jahreshälfte 2010, in der das neunköpfige Ensemble einmal monatlich als Stageband im Wiener Porgy&Bess, unter dem lustigen Namen Kalksjazz Stageburg, aufgetreten ist.
Ergänzt wird das KK (Wizlsperger, Ditsch, Skrepek) dabei von Musikerkollegen, mit denen die drei „dilettierenden Kapellmeister“ immer wieder in verschiedenen Gruppierungen und Projekten zusammengearbeitet haben: Oskar Aichinger, Thomas Berghammer, Hannes Enzlberger, Christian Gonsior, Clemens Hofer und Martin Zrost.
Im aktuellen Programm „Schee is wos aundas“ oszilliert der von Oskar Aichinger gesungene Wienerlied-Klassiker »I hob kan Zins no zoid« zwischen Schubert und Samba. Eine abwechslungsreiche Mixtur von Wiener Schmäh und todernster Schlagermusik, zerhackt und brüchig wie das von Martin Zrost gesungene „Arrivederci Roma“, grundiert von ausgefeilten Bläsersätzen und unaufdringlichem Klavierspiel, unterbrochen durch wohltuend aggressive, kakophonische Freejazz-Ausritte.
Bei Heinz Ditsch wird der Kalksburgklassiker „Ois junga Mensch“ zu „In early years“, eine begeisternde Art Post-Dean-Martin-Performance. Carl Douglas’ »Kung Fu-Fighting« wird schwer angejazzt zu einem Song über die »Neue Kronen Zeitung« und ihre Folgen. Auch vor Robert Stolz wird nicht halt gemacht; die Adaption von »Komm in den Park von Sans Souci« überrascht mit emotionaler Tiefe, trotz oder gerade wegen der humorvollen Interpretation. Von tradionellen Liedern wie „Hell auf“ a la Gil Evans bis zu „I geh ham“ ein Wiener Son aus der unerschöpflichen Textwerks(t)att von V. Wizlsperger, reichen die Mischkulanzen dieser Gruppe von renitenten Musikbeserkern. Der Wein (Nahrung und Gift) ist wie immer die tragende Säule der Abendkonstruktion, hernach wird mit einem wehmütigen »Igentwie«, das Publikum in die angebrochene Nacht entlassen. Der Wein (Nahrung und Gift) ist wie immer die tragende Säule der Abendkonstruktion. www.kollegiumkalksburg.at
Ort: 2123 Traunfeld, Hauptstr. 25 - Winzerhof Regner, Eintritt: 22 Euro, Keine Reservierungen über die homepage möglich. Kartenverkauf nur im babü, in der Volksbank Obersdorf, Wolkersdorf bei der Fa. Elektro Ecker und bei der Fam. Regner in Traunfeld.
Aussender / Infos: babü - BAR&BÜHNE, 2120 Wolkersdorf, Hauptstrasse 41, Tel 02245/43 04, www.babue.com , babue.wolkersdorf@gmx.at