Waidhofen/Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Fähigkeit, Personen und ganze Menschenmassen mit nur einem Blick erstarren zu lassen. Sie können jedes beliebige Individuum beeinflussen, anhalten, seine Richtung ändern oder ihm gestatten, näher an Sie heranzutreten. Kurz gesagt – Sie haben die Kontrolle. Man kennt diese Vorgänge von dem Kinderspiel „Ochs am Berg“. Im Zusammenhang mit der Kunst wird damit der Entstehungsprozess der Malerei beschrieben, welche die Komplexität des urbanen Raumes fokussiert. Wie in der gegenständlichen Malerei üblich, erstarren Situationen, Ereignisse oder Stimmungen und verdichten sich auf dem Bildträger. So auch die Menschen in Einkaufszentren oder an U-Bahn-Stationen, die in der Bildkonzeption spielerisch neu arrangiert werden.
Das Spiel findet jedoch nicht nur auf der Leinwand mit Farbe, Form und Komposition statt, sondern bezieht sich vor allem auf soziale Prozesse, welche im urbanen Raum stattfinden und von Mentalitäten, Isolation, Stress oder Anonymität geprägt sind. Omnipräsente Rollenbilder oder Stereotypen werden selektiert, adaptiert und im Bild, ohne dem alten Kontext, zu einer neue Wirklichkeit konstruiert, die von Rezipientinnen und Rezipienten interpretiert wird, hinterfragt werden muss und eine Sensibilisierung für alltägliche Situationen fordert.
Die Ausstellung ist geöffnet von 13. Juni bis 6. Juli jeweils Freitag, Samstag, Sonntag in der Zeit von 13 -17 Uhr. Die Ausstellungseröffnung findet am 12. Juni um 19.30 Uhr in der Stadtgalerie statt.
Aussender: Petra Neubauer, Magistrat Waidhofen an der Ybbs, Büro Bürgermeister – Presseassistentin, Oberer Stadtplatz 28, 3340 Waidhofen an der Ybbs, petra.neubauer@magistrat.waidhofen.at , Tel 07442/511-106 , www.waidhofen.at