Der KULTUR•PUNKT HARDEGG zeigt – erstmals öffentlich – Werke von Karl Bednarik, die vor rund 70 Jahren entstanden sind. Die Bilder sind sowohl künstlerisch als auch als Zeitdokumente sehenswert.
Karl Bednarik, Schriftsteller und Maler, lebte 1915–2001 in Wien. Er hatte seit frühester Jugend den Wunsch Kunstmaler zu werden. Noch vor 70 Jahren war es seine feste Absicht, diesen Beruf auszuüben. Die Umstände führten seinen Lebensweg in eine andere Richtung – nach ersten Erfolgen als Autor wurde nun die Schriftstellerei zum Schwerpunkt seines Schaffens. Vereinzelt gab es noch Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen und in den 50er-Jahren eine Reihe von Auftragsarbeiten für den öffentlichen Raum (Mosaike, Sgraffiti). Jedoch auch als anerkannter Autor von Büchern, Radiosendungen und TV-Filmen malte und zeichnete er weiterhin. Die expressiven Arbeiten auf Papier – auch als Zeitdokumente beachtenswert – bezeugen die hohe Qualität seines künstlerischen Schaffens, den genauen und kritischen Blick auf seine Umwelt und die damalige Zeit.
Die Liebe zur bildenden Kunst bewegte ihn sein Leben lang, was sich in den zahlreichen Filmen über Kunst und Künstler, in der Leitung einer Galerie (1975–80) in Wien und im eigenen Schaffen spiegelte. Von den vielen Ehrungen ist die Ernennung zum Professor (1973) und das Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien (1980) zu nennen. Nach seinem Tod wurde eine Gasse in seinem Heimatbezirk, 1220 Wien, nach ihm benannt. Den literarischen Nachlass kaufte 2007 die österreichische Nationalbibliothek. Sein bildnerisches Werk ist verstreut im öffentlichen und Privatbesitz, bei Freunden und in der Familie erhalten.
Die Ausstellung wird am 29. 6. und 5./6. 7. von 10–12 und 15–17 Uhr von Rosi Grieder-Bednarik betreut, zu anderen Zeiten oder an den Wochentagen bitte nach Voranmeldung per Telefon oder E-Mail.
Aussenderin / Infos: Kulturverein h{ART}egg, Mag. art. Rosa Maria Grieder-Bednarik, 2083 Pleissing 28, Tel 02948/85 333, grieder-graphik@zeitvertrieb.net, www.kulturpunkt-hardegg.com