ZEICHEN AM WEG - SCHRIFT AN DER WAND
im Gedenken an den 2. UN Generalsekretär DAG HAMMARSKJÖLD dessen Flugzeug im Zuge einer Friedensmission abgeschossen wurde. Friedensnobelpreisträger
Einladung zur Gemeinschaftsausstellung
Malerei, Graphik, Objekte und Klanginstallationen
in der "Werkstätte für Kunst im Leben" Müllendorf, Fabrikstrasse 8
Vernissage: Samstag, 23. August, 18 Uhr
Ilse Hirschmann, Gudrun Kainz, Eva Meloun, Anna Tinhof-Zapletal, Eef Zipper, Ahmed Hamouda, Bassam Halaka
Offene Tür: Sonntag, 24. August, 17 - 19 Uhr
Freitag, Samstag, Sonntag 29. - 31. August, 17 - 19 Uhr
Freitag 5. September, 17 - 19 Uhr
Lese - Fest zugunsten unseres sri Lanka Schulprojekts: Dienstag, 2. September 19 Uhr
Finissage 6. September, ab 16 Uhr
DAG HAMMARSKJÖLD
war der zweite UN Generalsekretär von 1953 bis 1961. Er starb anlässlich einer Friedensmission durch den Abschuss seines Flugzeuges in Afrika. Er war zugleich Mystiker und Politiker. Posthum erhielt er den Friedensnobelpreis.
„…DICH WÄHLTE DER WEG…“
Dag Hammarskjöld spricht in seinen Aufzeichnungen, den „Zeichen am Weg“ von seiner Sicht der Welt, seinen persönlichen spirituellen Gedanken, auch seinen Zweifeln und Hoffnungen. Er war einer der seltenen Menschen, die nicht einen bestimmten Lebensweg für sich forderten, sondern einer, der von seinem, ihm vorgesehenen Weg erwählt wurde und diesen Weg auch dankend, mit der Würde der Demut, annahm. Das innere Wissen um diesen Weg, den er zu gehen hatte, stellt ihn in eine Reihe mit vielen großen Persönlichkeiten der Geschichte. Er unterwarf sich der schweren Bürde der politischen Verantwortung und seiner privaten Einsamkeit. Parallel zu seinem spirituellen Weg, seinem Wachsen im Sinne des christlichen, neutestamentarischen Glaubens, lebte er den Weg des Handelns, des christlichen Handelns, das er in den Dienst der Diplomatie stellte.
Von Leonardo da Vinci ist der Satz überliefert “Den Zufall gelten lassen und etwas daraus machen“.
Dag Hammarskjöld nahm die Gegebenheiten, die Realität, an und so waren seine politisch -
diplomatischen Erfolge z.B. anlässlich der Suez-Krise durch die doppelgleisige Konstellation seiner Persönlichkeit geprägt. Der Weg der Andacht, des Gebetes, der Hingabe und der Weg des dienenden Handelns machen die Bedeutung dieses Mannes zum Vorbild. Durch seinen Tod wird er zum Vollender seines Weges, zum Ankommen am Ziel seines Lebens und Wirkens. Seine Einsamkeit, die er schmerzlich erleben musste, führte ihn in seinem Denken und seinen Handeln zu den Menschen und zu Gott. Diese zwei verschiedenen Richtungen bestimmten sein Leben. Er ist zugleich Mystiker und erfolgreicher Diplomat. Ein Leben, das auf einen einzigen Punkt hin zielend, sich vollendete.
Weil wir von ihm wissen gilt ihm unsere Bewunderung. Aber denken wir auch an die anderen Opfer der Besatzung des abgeschossenen Flugzeuges. Sie wussten ebenso um die Gefährlichkeit dieser Mission. Sie stehen, wie so viele „Helden“ des Alltags im Schatten der Aufmerksamkeit.
Auch wir begegnen den „Zeichen am Weg“ immer wieder im Laufe unseres Lebens. Wir sollten den uns zugedachten Zeichen auf unserem Weg Beachtung schenken. Eva Meloun
Aussender: Eva Meloun, eva@meloun.at