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Veranstaltungen und Festivals

Galerie Gut Gasteil in Prigglitz ? 3. Saisonausstellung ab 6. September

Kunst in der Landschaft - Ausgabe IX: ?Mein Raum?

Gut Gasteil, Charlotte und Johannes Seidl, Gasteil 1A - 2640 Prigglitz
Tel 02662/456 33, seidl@gutgasteil.at , www.gutgasteil.at

Die Kunst in der Landschaft am Gut Gasteil im südniederösterreichischen Prigglitz ist in diesem Sommer um einige markante Objekte erweitert worden: Der Südtiroler Land-Art-Künstler Alois Steger setzt mit „Anna“ einen monumentalen und doch feingliedrigen Akzent und zwei neue „Erdfrauen“ - „Liv“ und „Zoe“ - erweitern die Schar der überlebensgroßen Frauenfiguren aus gebranntem und glasiertem Ton von Charlotte Seidl. Das Thema „Frau“ steht auch im Mittelpunkt der 3. Saisonausstellung in der Galerie am Gut Gasteil des Bildhauerpaars Charlotte und Johannes Seidl, die am 6. September eröffnet wird. Ein spannender Dialog durchaus gegensätzlicher Positionen: Das leidenschaftliche und oft erotisch aufgeladene Rot, in das Ona B. sich selbst als Protagonistin taucht, trifft auf die zarten Pastellfarben und Andeutungen der Akteurinnen von Lotte Seyerl.

Kunst in der Landschaft
Auf dem 16 Hektar großen Wiesengrund des Gut Gasteil, in der Nähe der seit vergangenem Jahr bereit stehenden „Begleiterinnen“ von Charlotte Seidl, hat Alois Steger kürzlich die Skulptur „ANNA“ errichtet: Von zwei versetzten rechteckigen Grundformen ausgehend, wachsen die beiden, aus geschichteten Holzlatten errichteten Türme in einer kontinuierlichen Drehung in die Höhe bis auf 5,5 Meter, wo sie sich um jeweils 90° gedreht wieder im rechten Winkel treffen. Auf den Platz abgestimmt, ist die Basis des Objekts nach den Himmelsrichtungen angelegt und waagrecht im sanft abfallenden Gelände verankert.

Ona B.: Malerei, Fotografie, Objekte - „Secret Life“
„Nur“ Malen ist für Ona B. schon immer zu wenig gewesen. Dafür konzentriert sie sich in ihrem multimedialen Werk auf die Farbe Rot. Kräftiges, leidenschaftliches Rot. „Das Rot hat mich gefunden“; sagt Ona B. Und es ist zu ihrem Markenzeichen geworden. Kaum ein anderer Künstler – abgesehen von Yves Klein mit seinem patentierten monochromen Blau - hat sein Werk farblich so fokussiert wie die 1957 in Wien geborene Künstlerin. Mit ihrer freimütigen Selbstdarstellung wirkt sie bisweilen durchaus provokativ – und legt doch vor allem die voyeuristischen Neigungen des Betrachters bloß. Der eigene Körper wird zur Ikone, erhöht zum Symbol für beobachtete Phänomene.„Secret Life“, so Ona B. „gibt Einblicke in jene Aspekte des Lebens, die sich dem speziell Weiblichen zuordnen lassen.“

Der selbstgewählte Name Ona verkörpert das weibliche Prinzip und das durchzieht sich lustvoll-ironisch durch ihre Projekte, die sie mit den unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln umsetzt: Graphik und Foto, Keramik, Objekte, Malerei, Performance, Konzeptkunst, Land Art – und deren Kombination. Das B. als Nachnameninitiale kann für Anonymität gleichermaßen stehen wie für Intimität. Man darf Gedankenspiele anstellen. Spielerisch und metaphorisch bietet die Absolventin der Malereiklasse von Adolf Frohner an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien ihre Themen an, die Vieles in Frage stellen und zur Grenzüberschreitung verleiten sollen. Grenzen im Kopf, zwischen Kulturen, den Geschlechtern, in Zeit und Raum.

Viel Freiraum für die Fantasie lässt Ona B. auch in den abstrakten, in klassischer Malerei von Acryl auf Leinen gestalteten Bildern, in denen sich das Rot in einem Überschwang an Schattierungen in Wirbeln und einer dramatischen Choreographie zu einem gewaltigen Sog entwickelt. Die Farbschichtungen spiegeln dem Auge beim Deutungsversuch scheinbar verborgene Figuren vor und locken immer weiter hinein in die Tiefe.

Ästhetik pur vermittelt die Fotoserie „Red Veil“, in der zwei vollständig verhüllte Gestalten am Sandstrand in geringer Distanz voneinander stehen, verbunden durch den überdimensionalen Schleier, der sie mit seinen Endstücken verhüllt und in einer weiten Schleife am Boden so etwas wie eine Nabelschnur darstellt. Lebensnotwendiges Bündnis und Fessel zugleich.

Lotte Seyerl: Malerei - „Posen“
Die Motive für Lotte Seyerls sparsam farbige Bilder lauern überall – in den Straßen ebenso wie in privaten Räumen, im urbanen Raum und in den Vororten der großen Städte. Lotte Seyerl ist viel unterwegs und sie reist gerne: „Immer auf der Suche, wie eine Sammlerin“, wie sie sich selbst beschreibt. Sobald der Blick den Augenblick herausgehoben hat, wird er zur Szene, wird festgehalten mit dem Fotoapparat und erhält im Bild seine eigene Geschichte. Eine große Ruhe, auch Fremdheit und Einsamkeit geht von den Bildern aus. Aber Einsamkeit muss nicht unbedingt unangenehm sein, sie kann ebenso Raum für Individualität geben, Luft zum Atmen und Zeit zum Denken.

In ihrer aktuellen Serie „Posen“ hält Lotte Seyerl Mädchen und junge Frauen im Bild fest, die bewusst oder unbewusst über ihre Körperhaltung bestimmte Rollen vermitteln: Selbstbewusst, unsicher, gelassen, aufgeregt. Aus dem Spannungsfeld zwischen Anonymität und Sichtbarkeit wird der öffentliche Raum zur Bühne und die Akteure zu Darstellern. Mit herunterhängenden Armen, durchgestreckten Knien und kaum merklich nach vor gebeugtem Kopf – abwartend? Erwartend? Die Beine elegant ganz leicht nach außen gedreht mit belastetem Standbein, den Kopf in die Hand des vor dem Körper abgewinkelten Arms gestützt, im Hintergrund erscheint schemenhaft ein zweiter Umriss – Traum oder Wirklichkeit?

Mit einfühlsamer Zurückhaltung zeichnet die 1953 in Wien geborene Künstlerin ihre Protagonisten – auch um dem Betrachter ein größeres Feld zu eröffnen. Dazu hat Lotte Seyerl, Absolventin der Meisterklasse für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien und Lehrende an der Universität für angewandte Kunst in Wien, sowohl die Farbigkeit als auch die angebotenen Bildinformationen zunehmend reduziert. Die Zartheit der Farben tritt damit der Grellheit der Wirklichkeit entgegen, wie Seyerl feststellt.

Biobuffet und Gästezimmer
Das Kunstangebot wird ergänzt durch das kulinarische Programm im Biobuffet. In der warmen Jahreszeit stehen auch fünf Gästezimmer in Form von Kunstzimmern zur Übernachtung bereit. Jedes Zimmer wird jedes Jahr mit Bildern und Skulpturen eines anderen Künstlers ausgestattet. „Zeit haben für Kunst“ – die Zimmergalerie zum Wohnen: 3 Zweibett-, 2 Einbettzimmer, 2 Bäder.
2014 mit Kunst von: Maria Temnitschka,Valentin Oman, Lubomir, Hans Staudacher, Károly Klimó.

3. Saisonausstellung 2014
Ona B. – „Secret Life, Lotte Seyerl - Posen
6. September – 2. November 2014, Sa., So. und Feiertag 10 – 18 Uhr
Eröffnung: 6. September 2014, 18.00 Uhr
Die Eröffnungsrede hält der Kunsthistoriker Mag. Peter Bogner, der seit vergangenem Jahr Direktor der Österreichischen Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung ist.

Aussender / Pressebetreuung: Verena Kienast, verena.kienast@aon.at

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