Dauer der Ausstellung: 17 September bis 5. Oktober 2014
TREIBER . GALERIE . SCHAUPLATZ
Ungargasse 59-61, 1030 Wien
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 15 bis 18 Uhr, Samstag fallweise nach Vereinbarung
Leslie De Melo stellt in der Galerie Treiber im 3. Bezirk zwei neue Werkzyklen vor. „Bilder von Pferden und Blumen“ ist der lapidare Titel dieser Ausstellung.
Bereits 1995 begann De Melo an der Serie „Blumen“ zu arbeiten, 2014 erweiterte er diese Reihe mit dem Vorhaben 100 neue Blumenbilder entstehen zu lassen, von denen nun eine Auswahl zu sehen ist.
Das Motiv der Blume ist abstrahiert und reduziert, jeweils 5 Pflanzen erscheinen auf der Leinwand. Jedes Bild wird mit drei Farben komponiert. Tulpenformen sind auf der Bildebene erkennbar. Der Kelch wird in einer Farbe gehalten, der Blumenstiel und Innenkörper des Kelches bilden die zweite und der Hintergrund die dritte Farbe. Es scheint als ob die Blume sich öffnet, etwas empfängt, sie ist voll und satt und leitet diese Energie weiter nach unten. Umgekehrt kommt Energie aus der Tiefe und füllt den Kelch.
Die Zahl drei hat in unterschiedlichen Kulturen besondere Bedeutung. Die Bilder strahlen kontemplative Stille aus, wirken zeitlos im Raum. Zarte Regungen sind zu spüren. Es ist eine Einladung im Geschehen zu verweilen.
Den zweiten Teil nennt De Melo nach dem zuletzt gemalten Bild der Serie „das weiße Pferd“. Das weiße Pferd tritt vor mich wie eine Erscheinung, sagt der Künstler.
18 Ölgemälde mit einem Pferd als Zentralmotiv sind 2013/14 entstanden, eine Auswahl ist in dieser Ausstellung zu sehen. Die Ausstrahlung der Pferde pendelt zwischen tänzerisch naiv und ursprünglich mystisch. Einige Darstellungen erinnern an die Höhlenmalereien von Lascaux. Pferde sind anmutig und bezaubernd schön.
Alle Bilder zusammen bilden einen Zyklus an Kraftbildern.
Das Motiv des Pferdes als Symbol steht für die Freiheit, Schönheit, für Edelmut und Stärke. Pferde verkörpern das Element Feuer. Das Pferd bringt den Menschen als Wesen Freude und kommt in der Heilpraxis sehr oft zur Anwendung. Er steht zusätzlich für Neubeginn, Risikofreude, Spontanität und Energie. In vielen Kulturen der Welt werden Pferde verehrt. In Nordindien in Rajasthan zum Beispiel, glauben die Menschen, dass das Pferd den Göttern sehr nahe steht.
Im Chinesischen Horoskop ist heuer das Jahr des Pferdes.
In der Kunst Europas wurde das Pferd als Motiv der Malerei und Skulptur aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Zuletzt auch in der zeitgenössischen Kunst. De Melo geht intuitiv an das Thema heran, er formuliert impulsive emotionale Zustände. Das Pferd steht mitten im Bild oder ragt aus einem sehr bewegten Hintergrund heraus.
Es findet ein Zauber statt.
Text aus der Gedankenwelt von Leslie De Melo
Aussender: Leslie de Melo, leslie@demelo.at