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Niederösterreichische Landeskorrespondenz

"Haus der Geschichte": Erste Sitzung des wissenschaftlichen Fachbeirates

LH Pröll: ?Zeitgemäße Darstellung der Rolle Niederösterreichs als Kernland der Republik"

Im Landesmuseum Niederösterreich in St. Pölten wird im Jahr 2017 ein Haus der Geschichte Niederösterreichs eröffnet. In einer Dauerausstellung soll die Landesgeschichte präsentiert werden, wobei der Rolle Niederösterreichs als Kernland der Republik Österreich eine besondere Bedeutung zukommen wird. Für die Vorbereitungen erfolgte am gestrigen Tag mit der ersten Sitzung des wissenschaftlichen Beirates ein wichtiger Meilenstein.

Mit diesem Projekt wolle man eine „landesweit einzigartige, dauerhafte Präsentation der Landesgeschichte" schaffen, durch die eine „zeitgemäße Darstellung der Rolle Niederösterreichs als Kernland der Republik Österreich" erreicht werden soll, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Zuge der Sitzung. Das „Haus der Geschichte" soll darüber hinaus auch einen Bildungsauftrag erfüllen, was insbesonders für die Jugend wichtig sei, und auch „als Grundlage der Forschungsarbeit" dienen. Der Landeshauptmann bedankte sich bei den anwesenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für die Mitarbeit an diesem Projekt: „Für uns ist die Aufarbeitung der Zeitgeschichte ein Schritt in eine neue Zukunft, wir schlagen damit eine neue Seite im Geschichtsbuch des Bundeslandes Niederösterreich auf."

Am 14. April 2014 wurde die Schaffung eines Hauses der Geschichte Niederösterreichs vom Niederösterreichischen Landtag beschlossen. Dadurch wird den Besucherinnen und Besuchern des Landesmuseums neben der Naturkunde eine einzigartige museale Präsentation der Landesgeschichte mit einem zeithistorischen Schwerpunkt zugänglich gemacht und ein wichtiger Beitrag zur Hebung des Geschichtsbewusstseins geleistet.

Die Vermittlung der Inhalte soll auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Geschichtsforschung beruhen. Aus diesem Grund werden führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch einen Fachbeirat unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner sowie seinem Stellvertreter Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner miteingebunden. In diesem Gremium soll auf breitester Ebene ein intensiver Diskurs zur Landesgeschichte stattfinden. Dabei sollen alle relevanten, darunter auch widersprüchlichen zeitgeschichtlichen Aspekte von den Fachleuten behandelt und dargestellt werden. Die Ergebnisse sollen in die Ausstellungen im Haus der Geschichte Niederösterreichs, das auf den drei Säulen Vermittlung, Service und Forschung aufbaut, einfließen.

Die Koordination der wissenschaftlichen Aufarbeitung erfolgt durch das Land Niederösterreich in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung.

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