Von Eins zu Zwei - Eröffnung der Skulptur
Einhausung des Muschelbeckens und des Geißelungsreliefs von Anna Wickenhauser und Henny Liebhart-Ulm
Sonntag, 21. September 2014, 13 Uhr in Maria Siebenbrünn bei Türnitz
Die barocke Kapelle von Maria Siebenbrünn liegt an der Via sacra. Seit dem Gründungsjahr 1829 stellt sie für Pilger am Weg nach Mariazell eine bedeutende Station dar. Um die Kapelle als optisches und spirituelles Zentrum der Anlage waren die Wohn- und Wirtschaftsräume einer Einsiedelei gruppiert. Das Brunnenhaus als drittes Element des Ensembles war ursprünglich an der gegenüberliegenden Straßenseite positioniert und spiegelte den Kontrast zwischen der repräsentativen Architektur der Kapelle und den in der Hierarchie untergeordneten, schlichten Nutzbauten wider. In seinem Inneren befand sich das Muschelbecken. Das Geißelungsrelief stellt eine der fünf Stationen des Schmerzhaften Rosenkranzes dar und war mit großer Wahrscheinlichkeit ursprünglich in einen Bildstock integriert.
In der Neugestaltung durch die Architektinnen Anna Wickenhauser und Henny Liebhart-Ulm sind das Muschelbecken und das Geißelungsrelief in zwei eigenständige Baukörper auf einem gemeinsamen Sockel angeordnet. Der Typus des Breitpfeilerbildstockes bzw. der Giebelkapelle werden aufgegriffen und so nicht nur auf das ursprüngliche Brunnenhaus bzw. auf die vermutliche Einhausung des Geißelungsreliefs verwiesen, sondern auch auf die für die spezifische Kunstlandschaft traditionelle Form. Weitere Informationen ...
Shuttlebus von Wien nach Türnitz ab Wien zwischen Universität und Rathauspark. Abfahrt: 11.00 Uhr, Rückfahrt: ca. 15.00 Uhr. Um Anmeldung bis 18. September 2014 wird gebeten unter 02742/9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR. Programmänderungen vorbehalten.
Der Michelberg – Analyse und Interpretation
Eröffnung der permanenten Installation von Stefan Klampfer
Samstag, 27. September 2014, 15 Uhr, Ausgrabungsstätte Michelberg bei Haselbach
2012 wurde ein künstlerischer Wettbewerb für die Ausgrabungsstätte Michelberg in Zusammenarbeit von Kunst im öffentlichen Raum NÖ mit der NÖ Landesarchäologie ausgeschrieben. Ziel war es, einerseits einen konservatorischen Schutz für die Ausgrabungsstätte zu gewährleisten und andererseits die Inhalte der verschiedenen historischen Phasen in einer formalästhetischen Lösung zu vermitteln, um die Erkenntnisse für Besucher_innen vor Ort sichtbar und nachvollziehbar zu machen. Die Jury entschied sich für den Entwurf des Künstlers Stefan Klampfer.
Bereits im Jahr 2010 wurde am Michelberg damit begonnen, die dort vermuteten Kirchenbauten archäologisch zu untersuchen. Es galt, die Vorgängerbauten der Barockkirche zu entdecken und möglichst umfassend zu erforschen. Vier Bauphasen konnten eindeutig festgestellt werden: eine romanische Chorquadratkirche mit Westturm, einen spät- oder endmittelalterlichen Südturm, eine frühneuzeitliche und eine barocke Kirche.
Die Grundidee des künstlerischen Entwurfs von Stefan Klampfer ist eine systematische Gliederung und Darstellung der unterschiedlichen historischen Funde nach ihrem zeitlichen Ursprung. Ein weiteres zentrales Element ist, die besondere Atmosphäre und Schönheit des Ortes nicht zu beeinträchtigen und deshalb möglichst sensibel und zurückhaltend zu agieren. Es entstand ein begehbarer 1:1-Plan, der die historischen Fundamente bzw. Mauern aufgreift und anhand einer farblichen Differenzierung die Erkenntnisse der Archäologie und Bauforschung vermittelt. Weitere Informationen ...
Shuttlebus von Wien zum Michelberg ab Wien zwischen Universität und Rathauspark. Abfahrt: 13.30 Uhr, Rückfahrt: ca. 17.00 Uhr. Um Anmeldung bis 25. September 2014 wird gebeten unter 02742/9005 16273. Unkostenbeitrag: 5 EUR. Programmänderungen vorbehalten.
Die Veranstaltung findet im Freien bei jedem Wetter statt. Bitte um wetterfeste Kleidung und spaziergangtaugliches Schuhwerk. Keine direkte Zufahrt. Vom Gasthaus am Michelberg beträgt der Fußmarsch etwa 15 Minuten.
Aussender: Pittner Aylin (K1), aylin.pittner@noel.gv.at