F. Zawrel - Erbbiologisch und sozial minderwertig
Diese Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit mit dem „Haus der Geborgenheit“ in Krummnußbaum, das sein 20-jähriges Bestandsjubiläum feiert.
Für diese Inszenierung hat das Schuberth-Theater 2012 den Nestroy-Preis in der Kategorie" beste Off-Produktion" erhalten.
Friedrich Zawrel wächst in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts in Wien unter schwierigsten Bedingungen auf. Nach der Delogierung der Familie kommt Friedrich Zawrel zum ersten Mal in ein Heim. Nach mehreren Fluchten landet er schließlich in der Krankenanstalt "Am Spiegelgrund", der zweitgrößten “Kinderfachabteilung” des Deutschen Reiches, in der kranke, behinderte und vermeintlich erblich belastete Kinder und Jugendliche behandelt wurden und etwa 700 bis 800 Euthanasiemorde an Kindern stattgefunden haben. Der Anstaltsarzt Dr. Gross stuft Zawrel in einem Gutachten als “erbbiologisch und sozial minderwertig” ein und foltert und quält ihn in zahlreichen “medizinischen” Versuchen. Friedrich Zawrel kann mit der Hilfe einer Krankenschwester aus der Anstalt fliehen.
Viele Jahre später will es das Schicksal, dass sich der Folterer und sein Opfer noch einmal begegnen.
Trotz der schweren Lebensumstände hat Friedrich Zawrel nie Rache gesucht, sondern war immer auf der Suche nach Verständnis. Wenn er erneut Kontakt zu seinem Folterer Heinrich Gross gesucht hat, so nicht um ihm Vorwürfe zu machen, sondern um ihn zu fragen: Warum?
Eine brillante Inszenierung, die tief bewegt.
Figurentheater von Simon Meusburger und Nikolaus Habjan
VVK € 12,- / AK € 14,-
Eine Kooperation mit dem Haus der Geborgenheit, ARGE Sozialdienst Mostviertel, Verein für psychische und soziale Gesundheit
Aussender: Verein Kultur.Werk.Stadt. - Rathauskeller Pöchlarn, Regensburger Straße 11, 3380 Pöchlarn