Zur Erinnerung an den 1802 in Ruprechtshofen geborenen, bedeutenden österreichischen Komponisten, Sänger und Hofkapellmeister Benedict Randhartinger setzt die Benedict Randhartinger-Gesellschaft seit 21 Jahren zielführende Aktivitäten. Ausgehend von seinem Geburtsort werden Konzerte, Tagungen und Ausstellungen veranstaltet.
Am 27. Juli 1802 in Ruprechtshofen bei Melk geboren, begann der spätere Komponist und Sänger seine musikalische Karriere als k.k. Hofsängerknabe in Wien. Hofkapellmeister Salieri erkannte seine außerordentliche musikalische Begabung und erteilte ihm unentgeltlich Unterricht in der Kompositionslehre. Bald wurden Randhartingers musikalische Werke gedruckt und veröffentlicht. Mit Schubert und Lachner zählte er im Biedermeier zu den beliebtesten Komponisten. Seine berufliche Laufbahn beendete er als Hofkapellmeister von Kaiserin Elisabeth und Kaiser Franz Josef. Hochbetagt verstarb Randhartinger 1893 in Wien im Hause seines Schwiegersohnes, des Klavierfabrikanten Friedrich Ehrbar. Er hinterließ ein auch an der Anzahl beachtliches musikalisches Erbe, das rund 2.200 Werke umfasst. Selbst ein gefeierter und ausgezeichneter Tenor, steht sein vokales Schaffen im Vordergrund. Dazu gehören rund 800 Lieder und Chöre, 16 große Messen für Soli, Chor und Orchester, zwei Requien für die gleiche Besetzung und kleinere kirchenmusikalische Oeuvres. Des Weiteren komponierte er zwei Symphonien, zwei Opern sowie Werke der Kammermusik unter anderem das interessante „Grand Trio“ für Geige, Cello und Klavier. Randhartingers Musik besticht durch ausgeprägte Melodik, kompositorische Einfälle, geschickte Instrumentation und verweist auf seine nieder- und oberösterreichischen Wurzeln.
Leben und Werk von Randhartinger werden als Kulturerbe im kleinen, aber feinen Randhartinger Museum in Ruprechtshofen, Hauptplatz 1 anschaulich präsentiert. Das Museum ist vom 1. Mai bis zum 31. Oktober an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Inhaber der NÖ-Card können während des ganzen Jahres, nach vorheriger Anmeldung (zwei Tage vorher), das Museum besuchen.
Die am 10. und 11. Oktober 2014 in Ruprechtshofen stattfindende 9. internationale musikwissenschaftliche Biedermeier-Tagung trägt den Titel „Die vokale Ballade im 19. Jahrhundert“. Neun bekannte Referenten/Innen aus dem In- und Auslanden halten Vorträge zu den Themen:
1) Erlkönig und Lorelei in dichterischen und musikalischen Neuschöpfungen, „Liebevolles“ und Nachdenkliches – die Balladen von Joseph Netzer (1808-1864)
2) Die Ballade in der Oper im19. Jahrhundert
3) Randhartingers Balladen
4) Sehnsucht nach Liebe und Jugend: Balladen in Serbien und Kroatien im 19. Jahrhundert zwischen Okzident und Orient“
5) Loewe - Randhartinger - Schubert – Schumann; unterschiedliche Annäherungen an die Ballade
6) Balladenkompositionen von unbeachteten österreichischen und süddeutschen Komponisten der Biedermeierzeit
7) Die Ballade als literaturgeschichtliche Gattung im 19. Jahrhundert
8) Die Vokalballade in Böhmen im 19. Jahrhundert: W. J. Tomascheks "Lenore" und Antonin Dvoraks "Geisterbraut"
9) Die Balladen von Liszt
Liederabend
Freitag, 10. Oktober 2014, 19.30 Uhr, 3244 Ruprechtshofen, Bahnhofstraße 11 - Festsaal
Wolfgang Holzmair (Bariton), Bernadette Bartos (Klavier)
Werke von Carl Loewe, Benedict Randhartinger, Franz Schubert und Robert Schumann
Es wird auf einem Yamaha-C3-Konzertflügel der Firma Weinberger gespielt.
20,- € - Abendkasse / 18,- € - VVK
Kartenbestellung unter 0676 93 02 555 / randhartinger@gmx.at
9. Internationale musikwissenschaftliche Biedermeier-Tagung
„Die vokale Ballade im 19. Jahrhundert“
Freitag, 10. Oktober 2014 – 14.00 bis 17.00 Uhr
Samstag, 11. Oktober 2014, 10.00 - 17.00 Uhr
A-3244 Ruprechtshofen, Bahnhofstraße 11- Festsaal
F r e i e r E i n t r i t t
Die Benedict Randhartinger-Gesellschaft lädt Sie zu diesen beiden Veranstaltungen herzlich ein. www.randhartinger.at
Aussender / Infos: Adi Gertraud Trimmel, Benedict Randhartinger-Gesellschaft, ZVR-Zahl 009754668, Leiterin Schulrätin, Adi Gertraud Trimmel, Hauptplatz 4, 3244 Ruprechtshofen, Handy 0676/93 02 555, randhartinger@gmx.at , www.randhartinger.at