"Too Big to tell"
Regie: Johanna Tschautscher, Österreich, 2014, 112 min.
Die Dokumentarfilmerin Johanna Tschautscher wollte das Geld- und Finanzsystem verstehen und für sich und uns transparenter machen. Also ist sie geradewegs auf diejenigen zugegangen, von denen sie annehmen durfte, dass sie über dieses System mehr wissen als der „Normalmensch“. Befragt hat sie also Ökonomen, Wissenschaftler, Philosophen, Juristen und Banker. Allerdings traten bei ihrer Forschungstour recht monströse Fakten zutage, wie beispielsweise die Tatsache, dass Banken Geld verleihen, das sie gar nicht haben, sondern selber aus dem Nichts erzeugen, und dass die Menge an Geld, die auf diese Weise erzeugt wird, jede menschliche Vorstellungskraft übertrifft. Andere Punkte, die Tschautscher in ihrem Film anspricht, sind z. B., wie man aus Angst Geld macht, wie aus Bankenkrisen Staatskrisen werden, oder den Mythos, dass man durch Arbeit reich werden kann. „Vermögen entsteht in erster Linie durch Erbschaften. Danach kommen Straftaten, Schenkungen, Vermietungen, Zinsen und erst am Ende der Liste steht die Erwerbstätigkeit.“
Johanna Tschautscher wollte ihren Film ursprünglich „Die Finanzmaschine“ nennen. „Nach zwei Jahren Recherche kann ich als Journalistin keine einfachen Antworten liefern. Die Dinge sind zu komplex“, resümierte die Regisseurin und wählte schließlich den Titel „Too BIG to tell.“
Anschließend Diskussion mit Regisseurin Johanna Tschautscher.
Eintritt: € 6,- für Erwachsene / € 3,- für Schüler und Studenten
Homepage: www.kuckuck.at , www.suedfilmfest.at
Aussender: Batmaz Sevda, S.Batmaz@amstetten.at