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Infos der Kulturvernetzung Niederösterreich

Ahnenforschung per Mausklick ? Symposium am 15. Jänner, St. Pölten

Genealogische Quellen - Genealogie als Quelle

Von alten Handschriften des Mittelalters zur digitalen Welt www.genealogiesymposium.eu

Termin: Donnerstag, 15. Jänner 2015, 9.00 - 17.00 Uhr
Ort: Bildungshaus St. Hippolyt, Eybnerstraße 5, A-3100 St. Pölten
Veranstalter: GenTeam, Diözesanarchiv St. Pölten, ICARUS 
Die Teilnahme ist kostenlos!

Mitte Jänner findet in St. Pölten ein europaweit bisher einmaliges Symposium zum Thema Genealogie statt. Anlass ist das 5-jährige Bestehen der von Veranstaltungsorganisator Felix Gundacker mitbegründeten gemeinnützigen Plattform GenTeam (www.genteam.eu). ExpertInnen aus dem In- und Ausland sprechen in Vorträgen über die Relevanz genealogischer Quellen, die dank der Bemühungen von GenTeam und des Vereins ICARUS (Internationales Zentrum für Archivforschung) einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Diözesanarchiv St. Pölten, federführend in der Digitalisierung historischer Quellen, wird den organisatorischen Rahmen bereitstellen.

Gratis Daten für alle. Die Plattform zählt mittlerweile 11.076.029 Einträge. Im Laufe der letzten fünf Jahre speisten Gundacker und seine freiwilligen MitarbeiterInnen u.a. die wertvollsten Quellen der Familienforschung, alte Kirchenbücher (Matriken), Standesamtsregister, Ortsverzeichnisse, Sterbeanzeigen und Indizes aus kirchlichen und grundherrschaftlichen Aufzeichnungen ins Netz ein. „Heute scheint es uns schon fast selbstverständlich, dass so viele Daten online verfügbar sind, GenTeam hat in den letzten fünf Jahren einen gewaltigen Beitrag zur digtialen Zugänglichkeit  historischer Quellen geliefert“, sagt Thomas Aigner, Leiter des Diözesanarchivs St. Pölten und Präsident  von ICARUS – jenem Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, WissenschafterInnen, Institutionen und LaienforscherInnen näher zusammenzubringen, um gemeinsam die digitale Zukunft der Archive zu gestalten.

26.600 User, 2.2 Millionen Zugriffe. „GenTeam war von Anfang eine Erfolgsgeschichte“, sagt der Veranstaltungsorganisator Felix Gundacker, der durch seine Nachforschungen zu John Kerrys Großvater aus Mödling auch international bekannt wurde. „Drei Tage nach Start der Plattform hatten wir bereits über 1000 gemeldete User“, berichtet er. Mittlerweile wird GenTeam.eu von über 26.600 Personen weltweit genutzt. Allein 2014 hatte die Plattform bisher 2.2 Millionen Einzelzugriffe.

Auf Spurensuche in der Vergangenheit. „Die Suche nach den eigenen Wurzeln fasziniert nicht nur Pensionisten“, berichtet Gundacker. In seinen Seminaren würden auch bereits 20-jährige den eigenen Vorfahren nachspüren und „von der Kosmetikerin bis zum Kommerzialrat ist jeder dabei“. Welchen Beruf hatte meine Großmutter? Wo lebten meine Vorfahren, und wie haben sie ihr Leben gemeistert? Oft ist es ein altes Familienfoto oder die Frage nach der Herkunft des eigenen Namens, die die Spurensuche auslöst. „Wer nur einen von seinen vier Großeltern nicht persönlich kannte, beginnt sich bereits zu interessieren“,  erklärt Gundacker. Ahnenforschung ist ein Prozess, der identitätsbildend wirken kann und Individuen ihre eigene Rolle innerhalb eines Familiensystems erfassen lässt. „Das Wissen um die Vorfahren schenkt uns auch ein Stück Stolz, dazu zugehören“, erzählt der Berufsgenealoge.

Genealogie als Quelle für die Geschichtswissenschaft. Dabei kann die Erforschung der eigenen Familiengeschichte unterschiedlich intensiv betrieben werden – der Stammbaum mit Namen und Beruf ist eigentlich nur das Skelett. „Spannend wird es, wenn man ins Fleisch der Genealogie geht“, sagt Gundacker. Gemeint sind damit alle zusätzlichen sozialen, ökonomischen, kulturellen, aber auch ganz privaten Informationen, die AhnenforscherInnen auf ihrer „Reise in die Vergangenheit“ entdecken. Genau diese Informationen sind es auch, die für die Geschichtsforschung von Relevanz sein können. Marie-Theres Arnbom, Historikerin, Ausstellungskuratorin und Autorin hat sich eben diesen Aspekt als thematischen Schwerpunkt ihres Tagungsvortrages gewählt. „Für mein Buch ‚Damals war Heimat. Die Welt des Wiener jüdischen Großbürgertums‘ waren mir die Quellen von GenTeam eine unschätzbare Hilfe“, sagt Arnbom. Über den Weg der digitalisierten Todesanzeigen wäre die Autorin  zu den Sterbedaten jener Wiener GroßbürgerInnen gekommen, deren vielfältige Lebensläufe nach 1933 sie in ihrem Buch nachzeichnet. „Wenn ich weiß, wann jemand gestorben ist, kann ich Todesanzeigen oder Nachrufe in Zeitungen als weitere Quellen ausfindig machen“, erklärt Arnbom. Diese wiederum wären mittlerweile dank „Anno, dem digitalen Zeitungslesesaal“ der Österreichischen Nationalbibliothek, per Mausklick einsehbar. Anno wird wie viele andere Digitalisierungsprojekte ebenso im Rahmen der Tagung vorgestellt.

Ahnenforschung per Mausklick. In den USA und Großbritannien gehört Ahnenforschung schon jetzt zu den beliebtesten Internetaktivitäten überhaupt. Es ist eindeutig der modernen Technik zu verdanken, dass sich mehr und mehr Menschen diesem „fantastischen Hobby“ (Felix Gundacker) widmen: Dank der von GenTeam und ICARUS im Web gratis zur Verfügung gestellten Daten, können AhnenforscherInnen nun ohne lange Fahrtstrecken in Archive bequem vom Schreibtisch aus recherchieren. Per Mausklick erscheint dann der Geburtseintrag der Großmutter aus der Heimatpfarre am Bildschirm.

Die GenTeam- und die ICARUS-Familie möchten wachsen! HobbyforscherInnen, die einen Beitrag zur Digitalisierung historischer Quellen leisten wollen, können sich jederzeit melden. Um die Vernetzung noch zusätzlich zu erleichtern und auch gemeinsame Treffen zu ermöglichen, bietet ICARUS seit Oktober 2014 die Möglichkeit, dem Verein ICARUS4all beizutreten. Präsident Thomas Aigner spricht deshalb am Symposium über die verbindende Kraft der „ICARUS-Erfahrung“.

Was ist GenTeam?
GenTeam ist eine lose Vereinigung von Genealogen, die selbständig oder im Team an Datenbanken arbeiten, und diese Daten allen ForscherInnen kostenlos zur Verfügung stellen. Der geographische Schwerpunkt der Datensammlungen liegt im heutigen Österreich sowie den daran angrenzenden Gebieten. In Kooperation mit ICARUS/Matricula (www.icar-us.eu / www.matricula-online.eu) erstellt GenTeam Indices von Kirchenbüchern, die in die Datenbank „Indices“ integriert werden. Diese Datenbank wird zur Sicherung und Langzeitarchivierung auch an ICARUS übermittelt.

Wer steht hinter ICARUS?
Seit 2008 arbeitet das Internationale Zentrum für Archivforschung - ICARUS in Wien an der Vernetzung von Archiven, Universitäten und nicht zuletzt LaienforscherInnen. Das Netzwerk besteht mittlerweile aus mehr als 150 institutionellen Mitgliedern aus 26 europäischen Staaten, den USA und Kanada. Schwerpunkt bildet die Digitalisierung von historischen Dokumenten, wie Urkunden und Kirchenbüchern, die auf drei digitalen Plattformen für jedermann zugänglich gemacht werden.
Zusätzlich wird derzeit am Aufbau einer Community von interessierten Menschen in Form des Freunde-Vereins ICARUS4all gearbeitet.
Wer mitmachen will, kann sich hier informieren:  4all.icar-us.eu

Das Diözesanarchiv St. Pölten …
… verwahrt u.a. die Tauf-, Trauungs- und Sterbebücher der westlichen Landesteile von Niederösterreich und gilt als Pionier im Bereich der digitalen Erschließung und Bereitstellung historischer Quellen. So ging es bereits im Jahr 2000 mit seinem Archivinformationssystem online, die digitalisierten Matriken folgten 2008. Durch seine kontinuierliche Beteiligung an internationalen Projekten erweitert es ständig seine Erfahrungen und Expertise auf diesem Gebiet.

Zur Person Felix Gundacker:
Felix Gundacker wurde 1960 in Niederösterreich geboren. Der ausgebildete Tiefbauingenieur betreibt seit 1989 sein eigenes Büro für Ahnenforschung (www.berufsgenealoge.at). Im Auftrag von meist privaten Kunden sucht die „berufliche Spürnase“ nach Vorfahren, zumeist in den Ländern der ehemaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie mit Schwerpunkt Österreich und Tschechien, Slowakei und Ungarn, Slowenien und Südtirol. Gundackers Forschungen gehen 12-15 Generationen bis ins 17. Jhdt. zurück.

Aussender / Kontaktmöglichkeit für Rückfragen: ICARUS – Internationales Zentrum für Archivforschung, Dr. Dagmar Weidinger, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel 0699/12 31 38 83, dagmar.weidinger@icar-us.eu , www.icar-us.eu

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