Die zeitgenössische Krippe „Anbetung der Könige“ ist eine formale sowie inhaltliche Botschaft der göttlichen Epiphanie! (Erscheinung des Herren) und trät in sich die Botschaft des Friedens.
Mein Grundgedanke – meine künstlerische Vision - basiert auf der Vorstellung, die drei Könige in der heutigen Zeit als Symbol für die drei Weltreligionen – Christentum, Judentum und Islam – zu sehen, die auf verschiedenen Wegen den gleichen Gott suchen.
Die einzelnen Figuren sind auf die Bewegung und Haltung des Körpers stilisiert. (Angelehnt an die ikonographische Darstellung der Krippenfiguren aus der Kunstgeschichte – man denke z.B. an die Interpretation der Heiligen Drei Könige von Albrecht Dürer)
In Demut verbeugen sich die Könige.
Der erste König kniend, der zweite stehend. Die dritte Königsfigur schaut hingegen zum Himmel empor.
Alle drei folgen dem göttlichen Licht, das durch die vergoldete Jesusfigur sowie durch die vergoldeten Nimbusse (Heiligenscheine) der Figuren von Maria und Josef symbolisiert ist.
Das Gold ist als Synonym für das Sakrale zu verstehen, die goldene göttliche Farbe hat das Sternenlicht.
Maria mit Jesus bildet die zentrale Doppelfigur der Krippe, das Jesuskind tritt aus dem mütterlichen Leib hervor. Die mantelartig geöffnete Gestalt Josefs stellt ihn als den Beschützer der Heiligen Familie dar.
Die Krippenfiguren sind ebenerdig am Boden angebracht. Somit wird die unmittelbare Verbindung zum Weltlichen, Irdischen, Vergänglichen ausgedrückt unterstütz durch die korrodierte – rostige - Oberfläche.
Die Öffnungen der Figuren führen zu der sakralen Welt, zum Geistigen, zum Göttlichen.
Zur Künstlerin:
Mag. Christine Habermann von Hoch (*1980) ist eine deutsch-tschechische Künstlerin und Designerin – lebend in Ybbsitz/Niederösterreich. Sie ist die Tochter von Prof. Alfred Habermann; einen der bedeutendsten Kunstschmiede und Metallbildhauer des 20. Jahrhunderts. Ihre Jugend war von zahlreichen Umzügen, Reisen und Auslandsaufenthalten geprägt. Nach der Matura in Deutschland absolvierte sie eine Bildhauerschule für Holz in Südtirol, studierte Bohemistik und danach Kunst und Germanistik in Olmütz, Dresden und Florenz. Ihre Diplomarbeit widmet sich dem Thema „Pars pro toto – totum pro parte“.
Sie arbeitet als freischaffende Künstlerin und unterhält ihr eigenes Atelier. Zu ihren internationalen Referenzen gehören z.B. das Kerzenwandportal in der St. Lorenzkirche in Nürnberg (D), das Schmetterlingskreuz in Enns (A), die Leuchtengestaltung für das Kulturhaus in Lipnik/n.Becvou (CZ) oder die monumentale Stahlkrippe für das Stift Neustift bei Brixen (I). Ihre Werke sind auch in zahlreichen privaten Sammlungen vertreten.
Aussender: Mag. Christine Habermann von Hoch, www.habermannvonhoch.com , office@habermannvonhoch.com