Tipps und Tricks für die Durchführung einer Szenischen Lesung. Warum geraten Lesungen oftmals zur Schnarchpause für Zuschauer? Warum fallen Menschen in den Schlaf, wenn sie doch freiwillig einer Lesung oder einem Theaterstück beiwohnen möchten? Die Antwort: keine Spannung, langwierige Texte ohne Pointen, mangelnde Dramaturgie. Selbst hervorragende Theaterstücke können so zu Tode gelesen oder inszeniert werden.
Was kann man tun?
Vorarbeit leisten: Die Präparierung eines Lesetextes, das Streichen von Überlängen, das Zuschneiden von Dialogen sind immens wichtig. Diese Arbeit muss mutig und gleichzeitig mit Respekt vor dem Werk vorgenommen werden. Sie ist die dramaturgische Grundlage einer jeden Theaterinszenierung und lebendiger Dialoge. Dieser Kurs bietet Theaterschaffenden im Amateurbereich die Möglichkeit, bereits im Vorfeld Theaterstücke so zu bearbeiten und zu kürzen, Dialoge einzustreichen und Eingriffe in die Texte vorzunehmen, ohne dass das Urheberrecht der Autoren verletzt wird. Abschließend werden die hergestellten Strichfassungen in szenischen Lesungen auf ihre Tauglichkeit hin überprüft.
Referent: Mag. Walter Kootz, Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Soziologie in Erlangen/Nürnberg und in Wien, Dramaturgie am Burgtheater Wien während der Intendanz Claus Peymann, seit 1998 Lektor des Kaiser Verlag, Wien
Termin:
3 Kurseinheiten à 4 Stunden, Sommersemester: Mittwoch, 22. April, 20. Mai und 17. Juni 2015, Anmeldeschluss: 3. März.2015, Ort: Kaiser Verlag, Tiefer Graben 23, 1010 Wien, Kosten: € 120,-
Aussender: ATiNÖ, www.atinoe.at