Am 16. Februar 2015 veranstalten die Österreichische Gesellschaft für Kulturpolitik, das Institut für Kulturkonzepte und das TAG die zweite Veranstaltung der Diskussionsreihe KUNST UND WERT. Vier Veranstaltungen befassen sich der Reihe nach mit den Feldern Theater, Literatur, Bildende Kunst und Musik und finden im TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße statt. Der aktuelle Abend widmet sich unter dem Titel „Nur der lesende Mensch ist gut?“ der Frage nach Wert und Unwert von Literatur in der Gesellschaft. Lesen bildet: Die Gutenberg‘sche Revolution ist die Wurzel des Aufbruchs unserer Gesellschaft in die Moderne.
Man könnte aber genauso gut eine Gegengeschichte erzählen: Vom Verständnis der globalen Verbreitung der Alphabetisierung als Herrschaftsinstrument in Missionierung und Kolonialisierung (Foucault), vom Denken mit dem fremden Kopf statt dem eigenen (Schopenhauer). Die Hinwendung zur Populärkultur und die Abwendung von „verstaubten“ Klassikern war auch ein Verständnis des Aufbruchs der 60er Jahre.
Mit der Digitalisierung setzt sich diese Debatte auf neuer Ebene fort: Muss es Bücher zwischen Buchdeckeln geben? Ist das Lesen von SMS ausreichend? Braucht es Literatur in der Schule oder neutrale Lesekompetenz? Und wie steht es um die Autorenschaft. Diese und viele andere Fragen stellen wir am 16. Februar. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!
EINTRITT FREI! Nähere Infos finden Sie hier
Ort: TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße
Gumpendorfer Straße 67, 1060 Wien, Mo, 16. Februar um 19 Uhr
Podium:
Michael Amon - Schriftsteller
Andreas R. Peternell - steirischer herbst, edition schreibkraft
Gerhard Ruiss - Literaturhaus Wien
Marlen Schachinger - Literatin, Institut für Narrative Kunst, NÖ
Moderation: Karin Wolf
Performativer Rahmen: TAG-Ensemble
Aussender: Institut für Kulturkonzepte, Gumpendorfer Str. 9/10, 1060 Wien, Tel 01/58 53 999, office@kulturkonzepte.at , www.kulturkonzepte.at