Der Waidhofner Kulturverein Förderband darf auch im Spieljahr 2015 wieder ein buntes Programm an musikalischen Attraktionen präsentieren, welches sich nach wie vor nicht in Schubladen pressen lassen wird können.
Den Förderbandlern rund um Obmann Martin Dowalil ist es wieder gelungen ein Jahrespotpourri an musikalischen Schmankerl aus dem In- und Ausland zu komponieren, welches für den weltoffenen Musikgenießer keine Wünsche offen lässt.
Die Veranstaltungsreihe „Club 2“ im Rittersaal des Waidhofner Rothschildschlosses hat sich in der Musikszene mittlerweile einen Namen gemacht und somit durfte auch heuer wieder, aufgrund zahlreicher Bandbewerbungen, aus dem Vollen geschöpft werden.
Am 27.03. starten wir mit den Mostviertlern „More Most Music“ welche ihr Erstlingswerk „Querfödei“ bei uns im Rittersaal präsentieren werden. Wir machen uns gefasst auf eine musikalische Reise mit ein wenig Reggae, ein wenig Ska und ein bisschen Volksmusik, vermischt mit einem rockigen Schuss Funk. Dargeboten wird dieser musikalische Mix von einer 6-köpfigen Combo rund um Sänger Hermann Kloimüller.
Begleitet werden sie an diesem Abend von „Sweet Sweet Moon“, Multiinstrumentalist Mathias Frey inszeniert orchestralen Sound, bedient sich dazu gerne an Elektro-Beats und wird dabei von Lukas Pöchhacker am Cello unterstützt.
Am 22.05. wird’s dann so richtig laut, da laden wir zu einem Noisrock-Abend. "Wir haben nichts und können nichts außer Rock. Wir sind jung genug, dass Ihr uns glauben werdet. Wir sind gelangweilt genug, dass wir nichts anderes tun, außer Rock", beschreiben sich „Navel“ mit eigenen Worten. Kennen gelernt haben sich die 4 Schweizer im Jahr 2004 in der Ricolafabrik. Dort packten sie Schweizer Kräuterbonbons in Tüten ab, wären sie doch nur dabei geblieben…..
Alte Bekannte werden die Stimmung so richtig anheizen, denn mit „Rokko Anal & the Coathangers“ wird die Urgewalt des Improvisationsnoise über Waidhofen herein brechen.
Am 26.06. beehrt uns wieder einmal der nimmermüde Wolfgang Möstl, diesmal mit seinem Indiepopprojekt „Mile Me Deaf“. Die lassen die Puppen tanzen. Dafür inszeniert die Band mit Barbie und Kasperlpuppen eine Musikerkarriere, die in der Provinz ihren Ursprung hat, erste Höhenflüge genießen darf, in emotionalen Tiefen versinkt, windige Geschäftspartner loswerden muss und enttäuschende Liebschaften am Weg zurücklässt. Die klassische deprimierende, österreichische Rock-'n'-Roll-Karriere eben.
Die Grazer Postpunkrocker „Hella Comet“ bespielen mit Hymnen aus schweren Riffs und leichten Melodien die Pole der Rockmusik. Ihr dichter Wall of Sound ist auf Coolness und Pathos gebaut, verstro¨mt Aufgeregtheit und Abgekla¨rtheit, Zartheit und Ha¨rte.
Am 25.09. fliegen die Noiseblitze wieder tief, das spanische Duo „ZA!“ kombiniert fett verzerrte afrikanische Beats und die Klänge der einsamen Schäfer von Tuwa, improvisierter Jazz und Vokalloops runden das Ganze zu einem bleibenden Eindruck ab.
Die Grazer „The Striggles“ sind wohl eine der spannendsten österreichischen, Bands, die dieser Planet in den letzten Jahren ausgespieen hat. Von deftigem Noiserock über ausgefuchste Kompositionen die über zwei Plattenseiten mäandern, weiß die Combo alles zwischen Schweinerock und der ewig dröhnenden Avantgarde zu zementieren.
Ebenfalls aus Graz, die das Trio „Hidden By The Grapes“. Drei Gesangsstimmen, ein Synthesizer und ein Keyboard für Kleinkinder brechen mit dem klassischen Klischee eines Rock-Trios, ihr Debütalbum „noise operated jazz“ wurde von der Kritik als höchst erfrischend gelobt. Das neue Album bewegt sich wieder zwischen Indie, Alternative und Postrock.
Am 23.10. wird’s wieder dreckig, punkig. Nach einem Konzert von „Vögel die Erde Essen“ kam mal jemand aus dem Publikum zur Band und erzählte, er hätte gerade das Gefühl gehabt, einen brennenden Zug an sich vorbeifahren zu sehen. Die Musik der drei Berliner Musiker ist in der Tat dramatisch. Ausgehend von der Energie alter Punk Bands haben die Vögel Noise Rock, RnB, Soul und Black Metal in ihren Sound einfliessen lassen. Ihre deutschen und englischen Texte erforschen das aberwitzige Gebiet zwischen Apokalypse und Zirkus, Tourismus und Okkultismus, zwischen Todeskampf und Party. Das musikalische Gefährt ist mit Bass, Gitarre, Schlagzeug und drei Stimmen minimalistisch besetzt, genau deshalb kann die Band aber damit so gut in stilistisch abwegigen Gefilden rumfahren. Der rätselhafte Bandname wurde Gitarrist Moritz von einem jordanischen Koranschüler auf einer langen Autofahrt zugetragen. Vögel, die Erde essen seien ein Zeichen des herannahenden jüngsten Gerichts, wobei niemand so genau weiss, wofür Vögel und Erde eigentlich stehen sollen.
Die Lokalheroen „Franz Fuexe“ werden uns mit ihrem Mostviertler Powerhardcorepunk das Gehör fein säubern und Gehirn fein hacken während „Hakon und die Jungfrauen“ feinsten Zickenrock servieren werden.
Am 11.12. gibt es einen feinen, finalen Schmankerlabend mit dem Projekt „Palm Beach Drive“. Zahlreiche Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle spielen hauptsächlich Filmmusik aus Bud Spencer und Terence Hill Filmen. Die 7 Protagonisten, alles Musiker renommierter Bands aus und rund um Waidhofen, ziehen alle ihnen zur Verfügung stehenden Register und die sind vielseitig- von der Bratsche über Buschtrommeln und Trompete bis hin zur Steirischen.
Gentlemen, make us „Flyin‘ through the air“!
Einstimmen werden uns zuvor die Ybbsitzer Hardpoper und Minirocker von Funkrock “Neversage”.
Info: Eintritt (nur AK) 8 Euro / Einlass um 20 Uhr / Konzertbeginn um 21.30 Uhr
Website: www.foerderbandl.at , Facebook
Aussender: Förderband – Verein zur Förderung der Kultur im Ybbstal, Wiener Straße 39, 3340 Waidhofen/Ybbs, info@foerderband.at , www.foerderbandl.at , zvr-zahl: 177956626