In diesem Programm beschäftigen sich die Künsterlinnen mit Improvisation die aus einer musikalischen Sprachentwicklung, mit Gestik verbunden, entsteht. Die Musik, die so entsteht, ist kein vollendetes Gebilde, sondern wird fortgesponnen und erzeugt sich selbst.
Es geht dabei nicht um Selbstdarstellung, sondern um einen Zustand des „Außer sich Seins“. Es ist als hätte etwas anderes die Fäden in der Hand, die Künstlerinnen sind lediglich Mittlerinnen zwischen dem Anderen und dem Instrument. Die bildende Künstlerin Lore Heuermann erprobt das Zusammenspiel von Bewegung, Gestik, Klang und Bild, indem sie die Bewegungen der Tänzer und Musikerinnen simultan in Zeichnungen festhält. Die Elektronikmusikerin und Komponistin Svetlana Maras (Belgrad) erforscht in ihrer Klangarbeit die Wechselwirkung von Klang und Gestik bzw. Sprache, Ur-Laut und Bild.
Die Experimentalmusikerin und Klangkünstlerin Mia Zabelka beschäftigt sich seit Jahren mit einer eigenen Improvisationstechnik, die sie „automatic playing“ nennt. Dabei geht es ihr in die simultane Übersetzung der körperlichen Bewegung und Spielgestik in „Spielfiguren“ auf ihrem Instrument.
In „Erde Bewegtes im Wandel“ agieren und reagieren die drei Künsterlinnen simultan auf unterschiedliche Weise aufeinander. Es entsteht eine Art Endlosschleife.
Lassen wir uns überraschen.
Der Eintritt ist frei um die Schwellenangst vor moderner Musik und Performance so niedrig wie möglich zu halten. Die von Musik aktuell geförderte Veranstaltung wird vom Kunsthaus Horn und Kunstverein Horn ausgerichtet. Um eine freie Spende wird daher höflich gebeten.
Aussender: Toni Kurz, toni.kurz@thurnhof.at