KünstlerInnen: Tabitha Dattinger & Astrid Sodomka, Otto Krause & Milan Loviska, Michikazu Matsune. Kurator: Peter Kozek
Ausstellung: 24 04 2015 - 02 05 2015
2. Abend der Performancereihe AS CAN BE SEEN FROM
SPOT ON ME gibt drei künstlerischen Positionen Raum und Sichtbarkeit.
Im Ausstellungskontext werden Performances oft nur bruchstückhaft gesehen – sei es durch die Architektur, die nicht auf performative Arbeiten ausgerichtet ist, sei es durch eine zeitliche Überlagerung der einzelnen Arbeiten und die Entscheidungsüberforderung der ZuseherInnen, wann der Fokus wohin gerichtet werden soll. Performances funktionieren oft bei Ausstellungen als Eröffnungsritual, geraten aber sehr schnell in Konkurrenz zur Feier, zum Event.
Kunstinstitutionen, die verstärkt performative Formate präsentieren, verzeichnen seit Jahren einen starken Zustrom. So erfreulich das ist, verlangt es doch nach einem genauen Überdenken der Eignung von Räumen, die primär auf statische Arbeiten hin konzipiert sind.
Die für diesen Abend eingeladenen KünstlerInnen entwickeln spezifische Arbeiten, die sich etwa mit Sichtbarmachung, Individualität, Opulenz, Alltäglichkeit, Grenzauflösung und Fokussierung beschäftigen.
Milan Loviska und Otto Krause arbeiten mit unheimlichen, queeren Perspektiven auf etablierte Perzeptionsmodi. In „Behaviours that puzzle“, einer körperlich intensiven Performance, dopsen die Künstler in repetitiver Bewegung auf einer vertikalen Achse, wo sie unterhalb der Sicht erscheinen, darüber wieder verschwinden und vice versa.
Michikazu Matsune stellt die Motive Identität und Entfremdung in den Mittelpunkt. Performative Figuren und Installation ergänzen sich. Bei „Self Portrait of a Stranger“ gibt es keine statische Bühnensituation – die Grenzen zwischen dem Ort des Publikums und dem Ort der Performance sowie zwischen Beginn und Ende der Aktion sind fließend.
Für Tabitha Dattinger und Astrid Sodomka ist Intimität das wiederkehrende Thema, sowohl als Ausgangsfeld als auch als sicht- und spürbare „Ergebnisse“ der Performances.
In den gemeinsamen Arbeiten wird der Ausstellungsort, ob Galerie oder Bildraum, zum vertraut nahen Raum. Die Performance „Nähen“ stellt eine Interaktion zwischen den zwei Akteurinnen dar. Ein inniger Kontakt entsteht.
www.loviska.com , www.ottookrause.com , www.michikazumatsune.info
http://astridsodomka.wix.com/inventory
Nächster Abend der Performancereihe AS CAN BE SEEN FROM:
ALICE TOKLAS READS HER FAMOUS HASHISH FUDGE RECIPE
21 05 2015, 19.00H
KünstlerInnen: Louise Guerra, Anne Käthi Wehrli u.a.
Eingeladen von Romy Rüegger
Ausstellung: 22 05 2015 - 30 05 2015
Die Performancereihe AS CAN BE SEEN FROM ist ein Projekt im Rahmen von Destination Wien 2015 EXTENDED.
DONAUFESTIVAL - REDEFINING ARTS
24 04 – 26 04 2015 & 30 04 – 020 5 2015, Krems
An zwei Wochenenden im Frühling treffen in Krems Performance, Installationen, zeitgenössische Kunst und experimentelle Musik aufeinander.
Unter anderem mit Rimini Protokoll, Tarek Atoui, Pipilotti Rist, Rainer Prohaska, Proll Positions / Fahim Amir, Reverend Billy & The Stop Shopping Choir, Claudia Bosse / theatercombinat, Godspeed You! Black Emperor, Michael Portnoy, James Holden, Autechre uvm.
Informationen und Tickets unter www.donaufestival.at
Aussender / Infos: KUNSTRAUM NIEDEROESTERREICH, Niederösterreichische Museum Betriebsges.m.b.H, Herrengasse 13, 1014 Wien, Tel 01/90 42 111, office@kunstraum.net , www.kunstraum.net