Ausstellungsdauer: 23. Mai – 2. Juni 2015 täglich von 17 – 20 Uhr
Geboren 1959 in Düsseldorf, studierte er dort an der Kunstakademie bei Bernhard Lüthi (Kurator der wegweisenden Ausstellung „magiciens de la terre“ im Centre Pompidou) mit dem er noch heute eng befreundet ist und war Meisterschüler des früh verstorbenen Bildhauers Karl Bobek. Zusätzlich hat er ein Philosophiestudium abgeschlossen.
Das Material ist ein wichtiger Bestandteil all seiner Arbeiten. Ob Zeichnungen, Malereien, geklebte Materialkombinationen oder Skulpturen aus Beton und Mixed-Media-Arbeiten, immer dominiert das Material neben Farbe, Form und Inhalt. Sein breites Interesse an der europäischen, aber auch außereuropäischen Kunstgeschichte findet sich, wenn auch nicht immer gleich offenkundig, in vielen seiner Werke. Besonders in seinen Skulpturen werden archaische Vorbilder stark spürbar. Fragile Figuren und Köpfe, verletzbar allesamt, versuchen, in ihrer oft komplexen Umgebung zu bestehen. Wie Wesen, die in ihrem Inneren eine jahrhundertealte Kultur in sich tragen, erscheinen manche seiner figürlichen Arbeiten. In seinen Zeichnungen und Malereien eröffnet er gerne zentralperspektivisch angelehnte Räume, die oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Der Mensch in räumlichen Ausnahmesituationen wird oft zum Träger unterschiedlicher Bedeutungsebenen. Immer wieder werden Beziehungsgeflechte angesprochen. Daneben sind es abstrakte Werke, die stets einem eigenen Rhythmus folgen, der sich jedoch nie plakativ gibt. Die Formate richten sich nicht ausschließlich nach der Idee, sondern oft nach den Gegebenheiten. Vieles, was in kleinen Blättern erscheint, vieles, was in kleinformatigen Skulpturen ausgearbeitet ist, steht für die Option einer monumentalen Ausführung. Das Tatsächliche impliziert zugleich das Mögliche. In wenigen Arbeiten zeigt Christof Hartmann auch, dass die Monumentalität für ihn keine Herausforderung darstellt. Stoffarbeiten, Leinwände, getränkt mit Öl und überarbeitet mit Lackfarben, eine begehbare Installation im Essener Quartier – sie allen zeigten exemplarisch die immense Kraft seines Schöpferischen auch im Großformat.
Seine wichtigsten Ausstellungen bestritt er in zahlreichen Galerien in Deutschland und Österreich sowie im Künstlerhaus Göttingen, Stadtmuseum Ratingen, im Essener Quartier und im Museum Lehmbruck.
Dr. Michaela Preiner, Herausgeberin der European Cultural News und Begründerin des Kunstoffice, kuratiert die Ausstellung.
Aussender: sommergalerieZöbing, Dr. Hiesingerstraße 23, 3561 Zöbing am Kamp, Tel 0680/401 87 40, fs-mrkvicka@t-online.de , Homepage: kunst-mrkvicka.de