Vor 70 Jahren: Enteignung, Entrechtung und Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei
194, als sie als „Deutsche“ aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden, waren sie Kinder. Fast 70 Jahre danach erinnern sie sich. Erzählen vom Ankommen in Niederösterreich. Dem Bitte und Betteln um Essen. Von der Suche nach einem Dach über dem Kopf. Von der Angst wieder abgeschoben zu werden. Vom langsamen, schmerzhaften Hineinfinden der Eltern in ein neues Leben. Ihren ersten Schultagen „herüben“. Von Hilfe und Ablehnung in einem Land, das für viele nie ganz Heimat geworden ist. Von ihrem Kummer und ihrer Sehnsucht, von Begegnungen mit „drüben“, von Besuchen und Kontakten heute.
Im Rahmen der im Museum gezeigten Ausstellung „Langsam ist es besser geworden. Vertriebene erzählen vom Wegmüssen, Ankommen und Dableiben“, die unter maßgeblicher Beteiligung von Zeitzeugen aus ganz Niederösterreich, unter anderem auch Johanna Pascher aus Horn, erarbeitet wurde, berichtet der Historiker und Ausstellungskurator Niklas Perzi über seine Forschungen und Erfahrungen. Die Veranstaltung findet bei freiem Eintritt statt und ist eine Kooperation des Ersten österreichischen Museums für Alltagsgeschichte Neupölla und der WALDVIERTEL AKADEMIE.
Vortrag: Mag. Niklas Perzi
Zentrum für Migrationsforschung, St. Pölten
Nähere Informationen auch unter www.waldviertelakademie.at
Aussender: Christoph Mayer, MAS, mayer.wavak@wvnet.at