Ausstellungsdauer: 20.06. - 12.10. 2015
KünstlerInnen: Iris Andraschek / Hubert Lobnig, Anna Artaker, Franz Kapfer, Johannes Porsch, Markus Proschek, Toni Schmale
Kuratorin: Hemma Schmutz
Ein Projekt von KÖR - Kunst im öffentlichen Raum Wien
Wer darf den öffentlichen Raum nutzen? Wann, wie lange und zu welchem Zweck? Die Antworten auf diese Fragen sind einem Prozess der ständigen Verhandlung zwischen unterschiedlichen Gruppen und Interessen unterworfen und führen zu Reglementierungen und Aufteilungen. Der öffentliche Raum wird zu einem hart umkämpften Territorium.
Für das konkrete Viertel um den Esterházypark ergeben sich Spannungsmomente aus der Aufteilung des Raumes zwischen Konsum, Erholung, Freizeitgestaltung und Wohnen.
Die KünstlerInnen nehmen in unterschiedlicher Weise auf die ereignisreiche Geschichte des Ortes – von der Türkenbelagerung (Kirche Mariahilf) über die Zeit des Nationalsozialismus (Flakturm) und die Nutzung des Esterházyparks als Treffpunkt für Homosexuelle bis zur aktuellen Betreuung von Obdachlosen durch die Caritaseinrichtung Die Gruft – Bezug.
Die künstlerischen Projekte wurden in unterschiedlichen Medien und Materialien umgesetzt und reichen von skulpturalen, installativen, partizipatorischen und performativen Interventionen bis hin zu Projekten, die mit Text oder Sound arbeiten.
Seit u?ber 20 Jahren beschäftigen sich Iris Andraschek und Hubert Lobnig mit Fragen des Zusammenlebens unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppierungen. Fu?r ihre soziale und architektonische Intervention Gruft-Boutique initiierten sie eine Zusammenarbeit mit der „Gruft“. Gemeinsam mit der dort tätigen kunst-pädagogischen Gruppe werden im Lauf des Sommers Workshops veranstaltet, in denen Altkleider ku?nstlerisch umgestaltet und gegen eine Spende fu?r die „Gruft“ an Interessierte weitergegeben werden. An den Schauseiten der Boutique sind Texte einer mit den Benutzerinnen und Benutzern der „Gruft“ durchgefu?hrten Befragung angebracht.
Aussender: Iris Andraschek & Hubert Lobnig, loband@gmx.at