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Veranstaltungen und Festivals

?Lo speziale? ? ?Der Apotheker? komische Oper von Joseph Haydn

Am 20. Juni, 20 Uhr im Urhof 20 (Grünbacherhof) in Grünbach/Schneeberg

Wiener Neustädterstraße 12; 2733 Grünbach am Schneeberg
Aufführungsdatum: Samstag, 20.06.2015 um 20.00 Uhr

Kontakt Team: Verein Kultur.Theater.Musik, Maria-Saaler-Berg-Weg 20, 9063 Maria Saal, z.H. Johannes Hanel, Tel 0650/983 40 22, kulturtheatermusik@gmx.at

Karten: Euro 15.- / ermäßigt Euro 10.-
Kontakt Urhof 20: office@urhof20.at , Tel 0699/12 00 99 17

Team: Regie und Bearbeitung: Ulla Pilz
Musikalische Leitung: Nana Masutani
Grilletta: Iza Kopec, Volpino: Armin Gramer, Mengone: Martin Mairinger, Sempronio: Johannes Hanel

Das Stück und die Aufführung
Nach der Aufführung von „Das Bildnis der Manon“ im November 2014 verwandelt sich der Urhof 20 am 20. Juni 2015 zum zweiten mal zur Opernbühne. Das Ensemble von „Kultur.Theater.Musik“ hat sich zum Ziel gemacht, klein besetzte Musiktheaterwerke im ländlichen Raum, fern von den großen Opernbühnen, zur Aufführung zu bringen. Heuer steht erstmals ein Werk von Joseph Haydn auf dem Programm. Ein idealer Anlass, einen stimmungsvollen und vergnüglichen Sommerabend im wunderbaren Ambiente des Urhof 20 zu verbringen. Um Haydns Musik zum Leben zu erwecken, steht ein hochkarätiges junges Ensemble unter der musikalischen Leitung der Pianistin Nana Masutani zur Verfügung: Die Sopranistin Iza Kopec wird die Rolle der Grilletta verkörpern und der international erfolgreiche Countertenor Armin Gramer wird als Volpino zu sehen und zu hören sein. Der aus Niederösterreich stammende Tenor Martin Mairinger, wird die Rolle des Mengone interpretieren und Bariton Johannes Hanel schlüpft in die Partie des Sempronio. Für die Inszenierung und Bearbeitung des Stückes ist die aus unzähligen Musiktheaterproduktionen, sowie aus Ö1, bekannte Ulla Pilz verantwortlich.

Über das Stück
Als Fürst Nikolaus Esterházy in den 1760er Jahren ein ganzes Sumpfgebiet trockenlegen lässt, um sich ein prunkvolles Schloss zu errichten, darf natürlich auch ein eigenes Opernhaus nicht fehlen. 1768 wird es feierlich eröffnet, und zwar mit einem der bis heute beliebtesten Bühnenwerke Joseph Haydns: „Lo Speziale“, „Der Apotheker“, eine komische Oper sehr frei nach Carlo Goldoni. Von Esterháza aus tritt die Oper einen wahren Siegeszug durch Europa an; Grund dafür sind einerseits die meisterhafte Musik, die an einigen Stellen schon Mozarts beste Werke vorwegzunehmen scheint und andererseits die spritzige und turbulente Handlung samt Liebeswirren, grotesker Verkleidungen und Happy End; damals wie heute eine Kombination, die beste Unterhaltung auf höchstem künstlerischem Niveau garantiert. Schon zu Haydns Lebzeiten kursieren mehrere Fassungen des Stücks, Teile sind überhaupt nur fragmentarisch erhalten. Für die Sommeroper im Amthof erstellen wir nun eine neue, behutsam aktualisierte Singspielversion, das heißt, wir verzichten erstmals auf die Rezitative und ersetzen sie durch komödiantische Dialoge als Gegengewicht zur prachtvollen Musik der Arien und Ensembles. In unserer Fassung ist der Apotheker Sempronio ein gutbürgerlicher Unternehmer von heute. Unter dem Apothekermantel seines Bediensteten Mengone verbirgt sich ein sanfter, verliebter Hippie und unter dem seines Mündels Grilletta ein heimliches Punkgirl, das viel mehr sein will als der Spielball ihrer Verehrer. Volpino, Goldonis „reicher, junger Geck“ bleibt der hauptberuflich verwöhnte Sohn reicher Eltern, der er auch schon im Original ist. Dass der Ziehvater, der Lehrbub und der höhere Sohn hinter der einzigen jungen Dame her sind und kaum ein Mittel scheuen, um die beiden anderen auszustechen, bleibt als Zündfunke aller Turbulenzen selbstverständlich ganz im Sinne Goldonis erhalten.

Inhalt
Nur aus Liebe zur schönen Grilletta arbeitet der sanfte junge Mengone in der Apotheke ihres Vormunds Sempronio. Der hat zwar nichts anderes im Kopf als die neuesten Nachrichten aus aller Welt, es aber selbst auf sein Mündel abgesehen, vor allem wegen ihrer Mitgift. Und auch der reiche Volpino, der Sempronios Apotheke gar so häufig besucht, tut das nicht aus medizinischen Gründen, sondern weil er an Grilletta Gefallen findet. Als der Apotheker versucht, seine Eheschließung mit der Ziehtochter unter Dach und Fach zu bringen, verkleiden sich seine Nebenbuhler als Notare und setzen jeweils ihren eigenen Namen in den Ehevertrag ein. Der Schwindel fliegt natürlich auf, aber statt aufzugeben, versteigt sich Volpino in eine noch haarsträubendere Lügengeschichte: Er erscheint als reicher Orientale, der Sempronio einen hoch dotierten Posten in der Ferne verspricht, weit weg von Grilletta. Allerdings hat Volpino hier die Rechnung ganz ohne Mengone gemacht und vor allem ohne Grilletta....

Aussender: Bea von Schrader, www.urhof20.at

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