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Veranstaltungen und Festivals

Kulturverein Förderband- Club 2

Am 26. Juni, 21.30 Uhr, Rittersaal Waidhofen/Ybbs

Kulturverein Förderband präsentiert vor der Sommerpause aufwühlenden Shoegaze und ohrenbetäubenden Noise mit eingängig betörendem Pop-Appeal!

„Money's like a night, it's over pretty quick“, sang Wolfgang Möstl einst. Eine simple Wahrheit zwar, aber doch eine, derer der Mensch sich nur allzu oft stellen muss. In besonderem Maße dürfte sie einen Musiker wie Möstl bedrücken: Einen, der die Zeit unentwegt darauf verwendet, neue Musik zu schreiben und auf Tour zu gehen, aber dabei stets unmissverständlich beweist, „not in it for the money“ zu sein. Doch vergessen wir für einen Moment diese Sorgen, denn sie haben ja auch ihre gute Seite: „Mile Me Deaf“ veröffentlichen ein neues Album! Darauf offenbart Möstl mehr denn je seine Eigenart, Songwriter und Soundtüftler in einer Person zu sein.

Der Reihe nach: „Mile Me Deaf“, das ist zunächst ein wilder Song der Noiserock-Heroen „Unwound“, welchen Möstl als Name für sein Projekt auserkoren hat. Möstl ist auch die einzige Konstante des Projekts, das seit 2004 unter diesem Namen firmiert und zu Beginn noch dafür vorgesehen war, dem damals zwanzigjährigen Sänger und Gitarristen der mittlerweile aufgelösten „Killed by 9V Batteries“ einen Rückzugsort für Lo-Fi-Experimente bereitzustellen. Nun passiert es wahrlich nicht selten, dass sich ein Soloprojekt wie von selbst zu einer vollständigen Band ausformuliert. Durchaus selten wiederum versucht ein musikalisches Projekt, zurück in den Uterus zu kriechen.

Das neue Album „Eerie Bits of Future Trips“ wurde einzig und allein von Möstl eingespielt – ohne deshalb jedoch musikalischen Regress zu bedeuten. Paradoxerweise erscheint hier der bisweilen ohrenbetäubende Lo-Fi-Charakter des Albums penibel sortiert, wohltuend detailreich und nie überbordend. Der Rhythmus, oft durch prominent abgemischte Shaker unterstützt, läuft rund; die Gitarren heulen um die Wette, fangen aber nie an zu nerven, weil sie von weichen Synthesizern abgefedert werden. Der Großteil der zehn Stücke ist unterwegs entstanden, zumeist auf Tour. Viele Spuren wurden ganz einfach mit dem Smartphone und anderen portablen Geräten aufgenommen. Tatsächlich bekam die Platte zu keinem Zeitpunkt einen Gitarrenverstärker zu Gesicht, alle Gitarren wurden als direkte Signale eingespielt. Doch selbst dieser Hinweis ist trügerisch: Viele Sounds, die sich als Gitarre ausgeben, sind eigentlich Samples, verfremdete Stimmen oder Synthesizer. Wer an authentische, handgemachte Rockmusik glaubt, wird an der Nase herumgeführt. Hier weiß man wirklich nicht mehr, welchen Klängen man trauen darf.

In Tagen, in denen österreichische Musik für ihre Austrian-ness gemocht wird, klingen die „Eerie Bits of Future Trips“ deswegen ganz herrlich unösterreichisch. Vor allem nämlich wird hier, auch in den düsteren Momenten, eine beflügelnde Attitüde angeboten, eine, die immer noch nichts mit dem unermüdlichen Hamsterrad einer Festanstellung zu tun haben will und mit der sich deswegen vielleicht auch der Kontostand besser aushalten lässt. Denn ist auch die Nacht vorbei und das Geld verprasst – diese Songs sind nicht so schnell aufgebraucht.

Mit Hymnen aus schweren Riffs und leichten Melodien bespielen „Hella Comet“ die Pole der Rockmusik. Ihr dichter „Wall of Sound“ ist auf Coolness und Pathos gebaut, verströmt Aufgeregtheit und Abgeklärtheit, Zartheit und Härte. Ganz ohne Versüßelung legt die von einem Männertrio unterstützte Frontfrau Lea ihre Poesiefetzen über drei äußerst gut klingende Gitarren und ein Schlagzeug, die im erweiterten Repertoire des zeitgenössischen Instrumentalrock forschen. Dazu gehören plötzliche Beschleunigung und Klangexperimente ebenso wie der mittels Geigenbogen erzeugte Obertonteppich, die idyllische Akkordzerlegung, das monströse Riff. Halbimprovisierte Atempausen werden einigermaßen konsequent ausgekostet, schwere Beats fallen ein, mächtig verzerrte Tutti-Bretter halten das zahlreiche Publikum bei der Stange. Reine, raffinierte Postrock-Sequenzen erfahren orgiastische Endloszuspitzungen, die mit edlen Halleffekten ausgestatteten Gitarren lassen sich von einer Tremolo-Welle zur nächsten tragen. Doch das Quartett liefert auch beinah klassische Songs. Je länger der Abend, desto weniger komplex die Strukturen, und über allem liegt ein herbes Grantlertum, welches den Sommer auf höchst adäquate Art und Weise auf die Reise schickt. Auf ihrem neuen Album „Wild Honey“ bringen sie das Spannungsfeld zwischen Postrock und Postpunk zum Vibrieren.

Eine Gruppe feiner Musiker, zum Großteil gebürtige Waidhofner, dreht sich bluesig um deren Mittelpunkt „Serge Öhn“. Man darf hier getrost von einer Revitalisierung des Wienerliedes sprechen. Mit viel Stimme, Herz, Gitarre und Dialekt verbreitet die Band Gemütlichkeit und Humor- natürlich schwarzen. Leichtlebigkeit und Vergänglichkeit werden melancholisch, unbeschwert und natürlich auch satirisch betrachtet. Morbide Raunzerei gepaart mit einer Familienpackung gemütlicher Bösartigkeit und gemischt mit weißem Spritzwein, werden uns „Serge Öhn“ mit ihrem Erstlingswerk „Heiliger Mann“ kredenzen.

Info:
Eintritt (nur AK) 8 Euro
Einlass um 20 Uhr, Konzertbeginn um 21.30 Uhr

Website: www.foerderbandl.at
Bands: www.milemedeaf.com , http://hellacomet.mur.at , www.sergeoehn.at
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Aussender: Förderband – Verein zur Förderung der Kultur im Ybbstal, Wiener Straße 39, 3340 Waidhofen/Ybbs, info@foerderband.at , www.foerderbandl.at , ZVR 177956626

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